EU-Kommission

Epic Games reicht auch in Europa Beschwerde gegen Apple ein

Epic Games gegen Apple, die nächste Runde. © Epic Games
Epic Games gegen Apple, die nächste Runde. © Epic Games

Epic Games gegen Apple, die nächste Runde: Wie heute bekannt wurde, will der Spieleentwickler nun auch in Europa gegen den iPhone-Hersteller vorgehen. Der Vorwurf ist bekannt: Apple will Umsätze von In-App-Käufen mitschneiden, Epic Games findet das eher weniger gut, immerhin geht es ja um das eigene Geld. Nun liegt der Fall auch bei der EU-Kommission, wo Epic Games eine Beschwerden wegen Wettbewerbsverstößen eingereicht hat.

Epic Games reicht Kartellbeschwerde ein

Gegenüber der FAZ bestätigte Epic Games, eine Kartellbeschwerde eingereicht zu haben. Es gehe „um die Zukunft mobiler Plattformen“, man werde „nicht untätig zusehen“, wie Apple „seine Plattformdominanz ausnutzt“, erklärte Epic-Games-Chef Tim Sweeney der Zeitung. Apple konterte, auch Epic Games würde sich unfair verhalten, die Fortnite-Macher hätten die App-Store-Richtlinien „mit ausdrücklicher Absicht“ verletzen wollen. Eine kurze Retrospektive: Epic Games kündigte im August 2020 an, in Fortnite eine neue Zahlungsmöglichkeit für iOS und Android zu implementieren. Das Geld gehe direkt an den Entwickler, Apple bekomme keinen Anteil und die Kunden könnten so 20 Prozent günstiger einkaufen. Normalerweise nimmt Apple 30 Prozent des Kaufpreises bei In-App-Purchases.

Streit seit 2020

Das ging nicht lange gut, noch am selben Tag flog Fortnite aus dem App Store. Und wieder ein paar Stunden folgte schon die erste Klage seitens Epic Games, eingebracht damals im US-Bundesstaat Kalifornien. Einen Tag später entfernte auch Google Fortnite aus dem Play Store. Seit damals sind die Fronten verhärtet, ähnliche Klagen gab es auch schon in Großbritannien und Australien. Auch eine zwischenzeitlich gegründete „Coalition for App Fairness“ mit einigen bekannten App-Entwicklern konnte bisher keine Lösung finden.

Fall nun bei der EU

Nun muss sich auch die EU-Kommission mit dem Fall beschäftigen, allerdings klagte Epic Games hier nur Apple, nicht aber Google. Das soll damit zusammenhängen, dass Apple bei der EU „sehr im Fokus“ stehe. Tatsächlich leitete die Kommission bereits im Juni 2020 kartellrechtliche Untersuchungen gegen den iPhone-Bauer ein. Auch damals ging es um die ominösen 30 Prozent, die bei Transaktionen an den App Store-Betreiber gehen. Das letzte Wort dürfte in dieser Causa jedenfalls noch länger nicht gesprochen sein.

Apple/Google vs. Epic Games – well, that escalated quickly (Update)

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