Prozess

FTX-Gründer kommt gegen Kaution von 250 Mio. Dollar frei

Sam Bankman-Fried von FTX. © Sequoia Capital
Sam Bankman-Fried von FTX. © Sequoia Capital

Ohne die ganz hohen Beträge geht es in Sam Bankman-Frieds Leben offenbar nie. Diesmal ist es die Kaution, für die der ehemalige FTX-CEO nun nach einer Festnahme in den USA freikommt. Es sind satte 250 Millionen Dollar, die hinterlegt werden mussten, damit der 30-Jährige wieder bei seinen Eltern einziehen darf. Eine Fußfessel soll verhindern, dass er die Flucht ergreift und stets getrackt werden kann.

Die 250 Millionen Dollar bezahlt SBF nicht per zwielichtiger Kryptowährungen, sondern sie werden als Sicherheiten von darauf spezialisierten Versicherungen gestellt. Aus veröffentlichten Gerichtsdokumenten geht hervor, dass SBFs Eltern ihr Haus darauf verpfändet haben. Beide sind durchaus wohlhabende Professor:innen an der juridischen Fakultät der Universität Stanford. Sie leben in Palo Alto im Silicon Valley nahe der renommierten Universität. Das ist nun auch die Region sowie Teile New Yorks, wo sich SBF nun frei mit Fußfessel bewegen darf.

Die Kaution von 250 Millionen Dollar ist die zweit höchste in der Geschichte der USA. Nur eine war höher, nämlich jene von 2005 für eine nicht vorbestrafte Sexarbeiterin und Betreiberin zweier Bordelle. Sie hätte in Ohio eine Milliarde Dollar bezahlen sollen, um freizukommen – schaffte das damals aber nicht.

FTX: CTO Gary Wang und Caroline Ellison von Alameda bekennen sich schuldig

 

Ehemalige SBF-Vertraute bekannten sich bereits schuldig

Während Bankman-Fried also nun auf seinen Prozess wartet, haben seine beiden engsten Mitstreiter:innen, nämlich sein Mitgründer und ehemaliger FTX-CTO Gary Wang sowie die ehemalige Alameda-Research-Chefin Caroline Ellison, schuldig bekannt. Sie werden bei der Aufarbeitung des Falls wohl noch eine große Rolle spielen. Gegen SBF gibt es schwere Vorwürfe, unter anderem den geplanten jahrelangen Milliardenbetrug von Millionen von FTX-Kund:innen.

Wang bekannte sich bereits der Verschwörung zum Telekommunikationsbetrug, des Telekommunikationsbetrugs, der Verschwörung zum Warenbetrug und der Verschwörung zum Wertpapierbetrug schuldig. Ellison bekannte sich in zwei Fällen des Telekommunikationsbetrugs, in zwei Fällen der Verschwörung zum Telekommunikationsbetrug, der Verschwörung zum Warenbetrug, der Verschwörung zum Wertpapierbetrug und der Verschwörung zur Geldwäsche für schuldig.

Wer es genau wissen will, kann folgende Gerichtsdokumente durchstöbern:

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