Gründungspreis PHÖNIX geht 2026 an diese Startups, Spin-offs und Entrepreneurs
Der österreichische Gründungspreis PHÖNIX wurde gestern, Donnerstag, im Festsaal der Industriellenvereinigung verliehen. Aus 129 Einreichungen wählte eine Fachjury die herausragendsten Innovationen in vier Kategorien aus. Die Gewinner überzeugen mit zukunftsweisenden Technologien und nachhaltigen Geschäftsmodellen.
Female Entrepreneurs: factorymaker FlexCo
Julia Reisinger und Maria Zahlbruckner setzten sich in der Kategorie „Female Entrepreneurs“ durch. Ihr Unternehmen factorymaker hat die erste KI-basierte Plattform für automatisierte Industriebauplanung entwickelt. Was normalerweise Monate dauert, erledigt die Software in Minuten: Sie vergleicht über hunderttausend optimierte Lösungen für Standortwahl, Layout und Gebäudeoptimierung. Dabei bewertet das System jede Variante nach Kosten, Flexibilität, Prozesseffizienz und CO₂-Bilanz.
Prototyp: imd BIOTECH GmbH
In der Kategorie „Prototyp“ gewann imd BIOTECH mit ihrer Plattform rappid. Das Unternehmen hat ein revolutionäres Verfahren für den Echtzeit-Nachweis pathogener Bakterien entwickelt, das besonders für Lebensmittelproduzenten relevant ist. Die einstufige Methode kombiniert Anreicherung und Detektion und liefert Ergebnisse in weniger als der halben Zeit herkömmlicher Tests. Gleichzeitig reduziert sich der Arbeitsaufwand deutlich, was schnellere und kosteneffizientere Qualitätskontrollen ermöglicht.
Spin-off: Moldsonics GmbH
Moldsonics überzeugte die Jury in der Kategorie „Spin-off“ mit fortschrittlicher Ultraschallsensorik für die Kunststoffverarbeitung. Das System überwacht alle Prozessparameter bei Spritzguss und Extrusion inline, zerstörungsfrei und in Echtzeit, ohne physischen Kontakt mit dem Bauteil. Für Anwender bedeutet dies kürzere Rüstzeiten, weniger Ausschuss und höhere Ressourceneffizienz durch geringeren Materialeinsatz. Die Technologie macht Produktionsprozesse präziser und nachhaltiger.
Start-up: voidsy gmbh
Als Sieger in der Kategorie „Start-up“ wurde voidsy ausgezeichnet. Das Unternehmen hat mit dem 3D V-ROX das erste kompakte, intelligente photothermische Tomographiesystem entwickelt. Es stellt versteckte Material- und Bauteildefekte in Flugzeugen, Autos oder Energieanlagen dreidimensional dar. Das System ist automatisierbar, inlinefähig und direkt in Produktionsprozesse integrierbar. Damit ermöglicht voidsy schnellere und kosteneffizientere zerstörungsfreie Materialprüfungen.
Der PHÖNIX wird seit 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus verliehen. Organisiert wird der Preis von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) in Kooperation mit der Industriellenvereinigung (IV) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).
Die Bilder des Abends kann man hier sehen:
