DefenseTech

Helsing baut neue Drohnenfabrik bei München

Unbemanntes Kampfflugzeug "CA-1 Europa" von Helsing. © Helsing
Unbemanntes Kampfflugzeug "CA-1 Europa" von Helsing. © Helsing

Das Rüstungs-Startup Helsing hat grünes Licht für den Bau einer großen Fabrik in Hallbergmoos bei München erhalten. Die Gemeinde hat laut heise in einer Abstimmung mit deutlicher Mehrheit für das Vorhaben gestimmt. 59 Prozent der Einwohner:innen sprachen sich dafür aus, 41 Prozent dagegen. Damit ebnet die oberbayerische Gemeinde nördlich von München den Weg für eine der größten Produktionsstätten im europäischen Rüstungssektor.

Gelände in der Nähe des Münchner Flughafens

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kommentierte das Ergebnis positiv: „Die Bürger:innen in Hallbergmoos haben die großen wirtschaftlichen Chancen und unsere Verantwortung zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands erkannt.“ Das Votum fiel eindeutiger aus als erwartet und signalisiert eine bemerkenswerte Akzeptanz für Rüstungsproduktion in der Region.

Helsing hat sich ein 250.000 Quadratmeter großes Gelände in der Nähe des Münchner Flughafens gesichert. Im ersten Schritt will knapp die Hälfte der Fläche, also 120.000 Quadratmeter, bebauen. Das Unternehmen plant, einen dreistelligen Millionenbetrag in die Fabrik zu investieren. Rund 300 Arbeitsplätze sollen durch das Werk entstehen, was für die Gemeinde einen erheblichen wirtschaftlichen Impuls bedeutet.

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Helsing baut Position in DefenseTech-Sektor aus

Im DefenseTech-Bereich zählt Helsing zu den wertvollsten europäischen Unicorns. Das Startup überschritt die Bewertungsmarke von einer Milliarde Euro oder US-Dollar bereits 2023, nur zwei Jahre nach der Gründung. Das Jungunternehmen produziert Drohnen unterschiedlicher Größenordnungen: die etwa einen Meter große HX-2 und die elf Meter große CA-1 Electronic Attack. Letztere ist ein KI-gestütztes autonomes Kampfflugzeug, während die HX-2 eine sogenannte „Loitering Weapon“ darstellt. Dabei handelt es sich um ein unbemanntes Fluggerät, das über dem Gefechtsfeld kreist, bis ein geeignetes Ziel auftaucht.

Die HX-2 ist allerdings nicht unumstritten: Tests in der Ukraine mit der Drohne, die sich mit maximal 4,5 Kilogramm Sprengstoff beladen lässt, verliefen nicht unbedingt überzeugend. Die deutsche Bundeswehr hat dennoch mehrere Tausend Exemplare für die Brigade Litauen bestellt. Neben Drohnen stellt Helsing autonome Unterwasserfahrzeuge sowie KI-Software für den Rüstungsbereich her. Die neue Fabrik in Hallbergmoos soll die Produktionskapazitäten deutlich erweitern und Helsing als führenden europäischen Defense-Tech-Player etablieren.

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