Investment

Hydrogrid: Wiener Wasserkraft-Scale-up holt 7,7 Millionen Euro in der Series A

Das Hydrogrid-Team. © Adrian Almasan
Das Hydrogrid-Team. © Adrian Almasan

Stell‘ dir vor, du hast ein Wasserkraftwerk, und willst das Optimum aus deinen produzierten MWh am Strommarkt erzielen – dann hast du vielleicht bereits die Software des österreichischen Scale-ups Hydrogrid installiert. Denn diese hilft Wasserkraftbetreiber:innen in bereits 7 Ländern bei der Digitalisierung ihrer operativen Prozesse – etwa wenn es darum geht, die Produktionszeiten basierend auf 30 Inputparametern (z.B. Wetter) zu optimieren oder Marktpreise für höhere Umsätze pro produzierter MWh zu prognostizieren.

Hydrogrid rund um Gründerin Janice Goodenough kommt an diesem Freitag nun mit der ganz großen Meldung für ihr Unternehmen an die Öffentlichkeit. Denn das 2016 gegründete Wiener Unternehmen hat satte 7,7 Mio. Euro (8,5 Mio. Dollar) in der Series A eingesammelt. Die neuen Investoren Inven Capital aus Prag und Karma Ventures aus Estland gesellen sich zu den bestehenden Investoren CNB Capital (auch bekannt als Constantia New Business aus Wien) und SET Ventures aus Amsterdam.

„Trotz der wichtigen Rolle, die die Wasserkraft als größte grüne Batterie für das Stromnetz spielt, wird sie oft als Stiefkind der Energiewende behandelt. Das liegt daran, dass ein erheblicher Teil des Wasserkraft-Potenzials aufgrund mangelnder Digitalisierung oder komplexer Regulierung derzeit nicht ausgeschöpft wird. Und das wollen wir ändern“, sagt Janice Goodenough, CEO von Hydrogrid. Das frische Kapital wolle man dazu nutzen, um international schneller zu expandieren. In den vergangenen Jahren hat das Scale-up bereits mehrere Millionen Euro aufgenommen.

Hydrogrid-Führungsteam. © Adrian Almasan
Hydrogrid-Führungsteam. © Adrian Almasan

Hydrogrid: Millioneninvestment für das Wiener Wasserkraft-Startup von Janice Goodenough

Mit Daten mehr aus der Wasserkraft herausholen

Während vor allem Photovoltaik und Windenergie, wenn es um Erneuerbare Energien geht, in den Medien ist, scheint die Wasserkraft eher stiefkindlich behandelt zu werden. Laut Hydrogrid ist sie aber ziemlich mächtig, denn: „Wasserkraft in Form von Speicher- und Pumpspeicheranlagen ist die weltweit wichtigste und größte Technologie zur Stromspeicherung und wird trotz aller technologischen Fortschritte im Batterie-Bereich auch bis nach 2035 noch etwa 500 Mal so viel Speicherkapazität Kapazität wie die Batterietechnologie bieten“, heißt es. Deswegen würde es sich lohnen, kräftig in den Bereich zu investieren.

Zum Einsatz kommt die Software von Hydrogrid etwa im Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) in der Schweiz oder an sechs Standorten von Småkraft in Norwegen und Schweden. Neben der Optimierung der Strompreise kann die Software auch den Zufluss von Wasser helfen zu managen, und trägt außerdem zu Umwelt-Compliance bei, die Wasserkraftbetreiber einhalten müssen. Für die Darstellung all dieser Daten bietet das Wiener Scale-up ein digitales Dashboard, das die Leitung der Wasserkraftwerke wie ein virtuelles Cockpit verwenden kann.

Gründerin Janice Goodenough war vor dem Start von Hydrogrid viele Jahre bei Verbund in Österreich tätig, einem der größten Betreiber von Wasserkraftwerken in ganz Europa. Das Versprechen der Software lautet: Im Vergleich zum manuellen Betrieb könne man die Stromerzeugung um bis zu 10 und die Einnahmen um bis zu 50 % steigern.

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