New Shepard

Jeff Bezos über Spritztouren ins Weltall: „Kritiker haben weitgehend Recht“

Jeff Bezos, Chef von Amazon und Blue Origin. © Blue Origin
Jeff Bezos, Chef von Amazon und Blue Origin. © Blue Origin

Es dauert nicht mehr lange, dann wird der reichste Mann der Welt in der „New Shepard“-Rakete Richtung Weltall abheben – und damit gemeinsam mit Richard Branson ein neues Kapital in der Geschichte der Raumfahrt einleiten. Doch sowohl Jeff Bezos als auch andere Multimilliardäre wie eben Branson oder Elon Musk müssen sich auch die Kritik gefallen lassen, dass sie unnötig viel Geld in den Aufbau des Weltraumtourismus pumpen, anstatt auf der Erde Probleme anzugehen.

Im Interview mit CNN wurde Bezos, vor Bernard Arnault und Elon Musk der reichste Mann der Welt, genau mit dieser Kritik konfrontiert. Die Weltraumausflüge seien nur „Spritztouren für Reiche“, sie sollten ihre Zeit und Geld lieber auf die Lösung von Problemen auf der Erde fokussieren. Was er zu den Kritikern sage? „Nun, ich sage, sie haben weitgehend Recht. Wir müssen beides tun. Wissen Sie, wir haben eine Menge Probleme hier und jetzt auf der Erde und wir müssen an diesen arbeiten, und wir müssen immer in die Zukunft schauen. Das haben wir als Spezies, als Zivilisation schon immer getan“, so Bezos, der Blue Origin im Jahr 2000 startete.

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Infrastruktur für neue Anwendungen

Die Infrastruktur, die sein Unternehmen Blue Origin, aber auch andere Firmen wie SpaceX von Elon Musk oder Virgin Galactic von Richard Branson, derzeit aufbauen, könnten nächsten Generationen dazu dienen, Neues zu entwickeln – was wiederum zur Lösung irdischer Probleme beitragen kann. Bezos schwebt vor, dass die Allflüge einmal so Routine-mäßig stattfinden wie heute Langstreckenflüge.

Investoren sehen das übrigens ähnlich wie der Milliardär. So hat etwa der Pensionsfonds OTPP („Ontario Teachers‘ Pension Plan“), die Pensionskasse von etwa 331.000 arbeitenden und pensionierten Lehrern in der bevölkerungsreichsten Provinz Kanadas, vor einiger Zeit bei SpaceX investiert. Die Begründung lautet nicht, den Weltraumtourismus ausbauen zu wollen, sondern auf das „erhebliche Wachstumspotenzial im Satelliten-Breitbandmarkt“ zu setzen.

Der Ruf nach einem österreichischen Dachfonds für mehr Risikokapital wird lauter

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