Digitalisierung

KI-Initiative: aws, FFG und FWF fördern Projekte mit zwölf Mio. Euro

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Künstliche Intelligenz bietet gewaltiges Zukunftspotenzial. Für die KI-Branche wird ein Umsatzwachstum von bis zu 40 Prozent bis 2027 errechnet. Um dieses Potenzial zu nutzen und einen Mehrwert für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich zu schaffen, haben die drei Agenturen aws, FFG und FWF eine gemeinsame Förderinitiative namens AI Mission Austria gestartet. Die Förderung wird mit Mitteln des Fonds Zukunft Österreich umgesetzt. Insgesamt wurden heuer zwölf Millionen Euro genehmigt.

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„Chancen der digitalen Transformation nutzen“

„Gelingt es uns, die Chancen der digitalen Transformation zu nutzen und erfolgreich in unseren Unternehmen zu etablieren, dann können wir uns auch nachhaltig im internationalen Wettbewerb positionieren. Eine Förderung, die den gesamten Entwicklungszyklus der Innovation enthält, ist da besonders wichtig und sorgt dafür, dass der Impuls auch in der Wirtschaft ankommt“, sagt Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft.

Die Förderinitiative bildet ein gemeinsames Dach, unter dem die Module „AI Grundlagenforschung“ (FWF), „Anwendungsorientierte AI Forschung“ (FFG) und „AI Unternehmen & Wachstum“ (aws) umgesetzt werden. Für Forschende im Bereich der universitären und außeruniversitären Grundlagenforschung öffnet der Wissenschaftsfonds FWF im Rahmen der Initiative gleich vier Programme: Das 1000-Ideen-Programm, die Einzelprojektförderung, das Karriereprogramm ESPRIT sowie das künstlerisch-wissenschaftliche PEEK-Programm.

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Initiative soll Fortschritt bei KI fördern

Mit den FWF-Programmen soll es möglich sein, den wissenschaftlichen Fortschritt im Bereich der KI in einem breiten Spektrum an Disziplinen und Richtungen voranzubringen. Insgesamt steht beim FWF ein Fördervolumen von 1,9 Millionen Euro zur Verfügung, erste Einreichungen sind ab 3. November 2022 möglich.

Im Bereich der anwendungsorientierten KI-Forschung wird es zwei FFG-Ausschreibungen geben. Der Start erfolgt noch in diesem Jahr mit der Ausschreibung eines Leitprojekts in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Dabei sollen AI-Technologien in den Bereichen „Explainable AI“, „Trustworthy AI“, „Edge AI“ und die Generierung synthetischer Daten gestärkt werden. Das Ziel des Leitprojekts ist die Kooperation zwischen den KI-Teildisziplinen, um gemeinsam eine kritische Größe zu erreichen. Im nächsten Jahr folgt dann die Ausschreibung einer Stiftungsprofessur zum Thema „Edge AI“ unter besonderer Berücksichtigung wirtschaftlicher Potenziale in Österreich. Die Stiftungsprofessur ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.

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Unterstützung für erste KI-Projekte

Im Rahmen des Calls „AI Unternehmen & Wachstum“ unterstützt die Initiative Startups, KMU und große Unternehmen bei ihren KI-Projekten. Dabei richtet sich die Art der Förderung nach dem jeweiligen Entwicklungsstand und dem Technologie-Know-how des Unternehmens.

Mit „AI-Start“ wird die erstmalige Umsetzung eines KI-Projekts mit bis zu 15.000 Euro unterstützt. Bei „AI Adaption“ erfolgt eine spezielle Förderung für herausragende Projekte mit Schwerpunkt zu vertrauenswürdiger KI (Trustworthiness), zur Erklärbarkeit von Daten (Explainability), zum Einsatz von KI in vernetzten Geräten (Edge AI), oder auch zu synthetischen Daten und Datenräumen. Hier stehen für Unternehmen bis zu 160.000 Euro zur Verfügung. Im Modul „AI Wissen“ wird unter anderem der Aufbau einer KI-Datenstrategie, einer KI-IP-Strategie oder die Vermittlung von Know-how zur kommenden KI-Regulierung mit bis zu 30.000 Euro gefördert.

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„Impulse für Wachstum und Wohlstand“

Für Förderungen im Bereich „AI Unternehmen & Wachstum“ stellt der Fonds Zukunft Österreich insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung. 2023 und 2024 wird in den Modulen AI-Start und AI-Adoption jeweils einen Call durchgeführt.

„Digitalisierung bringt die nötigen Impulse für Wachstum und Wohlstand in unserem Land und in ganz Europa. Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren dabei als eine der Schlüsseltechnologien herauskristallisiert und kann eine Vielzahl von positiven Effekten mit sich bringen, wie beispielsweise Effizienzsteigerungen, verbesserte Arbeitsabläufe oder vertiefende Datenanalysen. Hier müssen wir weiter ansetzen und die Chancen der Digitalisierung nutzen“, sagt Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung.

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