Wiederverwertbare Becher

Kooky: Schweizer Mehrweg-Startup expandiert mit sechs Mio. Euro nach Österreich und Deutschland

Die drei Gründer von kooky wollen nach Deutschland und Österreich ©kooky
Die drei Gründer von kooky wollen nach Deutschland und Österreich ©kooky

Einweggeschirr ist out, Mehrweggeschirr ist in. So sollte es zumindest sein, angesichts der schlechten Umweltbilanz von Einweggeschirr. Aber zumindest der Erfolg einiger Startups aus diesem Bereich scheint der Aussage recht zu geben. Im Juni 2021 expandierte die deutsche Jungfirma Vytal, nach Österreich und schluckte kurz darauf das österreichische Pendant Herobox. Vytal bietet ein Mehrwegsystem aus recycelbaren Kunststoffbehältern an und fokussiert sich dabei ganz speziell auf den Take Away-Markt. Dafür kooperieren sie auch mit bekannten Lieferdiensten.

Nun will ein weiteres Unternehmen mit Fokus auf Mehrweggeschirr den österreichischen und deutschen Markt erobern. Die Rede ist von dem erst 2021 gegründeten Schweizer Startup kooky. Für diese ambitionierten Pläne konnten sie sich in einer aktuell abgeschlossenen Finanzierungsrunde sechs Millionen Euro sichern, geben diese bekannt.

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Recycling von Takeaway-Verpackung: Deutsches Startup Vytal kauft Wiener Pendant Herobox

Kooky-Mehrwegsystem für Becher

Kooky konzentriert sich im Moment auf den Einsatz von ihren Mehrwegbechern, dem „kooky Cup. Dabei fokussieren sie sich insbesondere auf den Aufbau einer digitalen Rückgabe-Infrastruktur, wie das Unternehmen angibt. Dabei gehe es nur im ersten Schritt um die Rückgabe der Mehrwegbecher. In Zukunft sollen auch andere Cup-oder Bowl-Hersteller diese Rückgabe-Infrastruktur nutzen können, so das Startup. 

Den wiederverwertbaren „kooky Cup“ können die Kund:innen jetzt schon gegen Zahlung eines Pfands bei einem der Partnerbetriebe erwerben. Natürlich inklusive Inhalt. Anschließend können die Kund:innen den leeren Becher nach dem Einscannen des aufgedruckten QR-Codes in eine kooky-Drop Off-Box abgeben. Diese seien rund um die Uhr zugänglich, so kooky. Dadurch würde den Usern der Pfand über die App wieder gutgeschrieben. kooky wiederum behält sich eine Service- Gebühr ein. Nach einer professionellen Reinigung der Cups würden sie dieselben anschließend wieder an die Partnerbetriebe verteilen, so das Startup zu ihrer Idee.

Auch wenn die Idee eines Mehrwegbechersystems nicht neu ist, scheint das Interesse zumindest am Schweizer Markt vorhanden zu sein. Wie kooky angibt, kooperieren sie inzwischen mit mehr als 60 Partnerunternehmen. Eines davon ist die Schweizerische Bundesbahnen AG SBB.

Vytal: Der Wert von Mehrweg in Österreich

Ab Mai geht es nach Deutschland und Österreich

Mit den nun frisch erhaltenen sechs Millionen Euro wollen die drei Gründer von kooky, Torge Barkholtz, Maximilian Zott und Dmytro Boguslavskyy, nun auch den restlichen D-A-CH-Raum erreichen: „Nach dem erfolgreichen Launch 2021 in der Schweiz wollen wir ab Mai 2022 nun ebenfalls in Deutschland und Österreich an den Start gehen“, bestätigt kooky-Gründer und CEO Torge Barkholtz in einer Mitteilung.

In der aktuellen Finanzierungsrunde wird der Venture Capital Fonds UVC Partners mit Sitz in Berlin und München als Hauptinvestor geführt.  Zu den weiteren Investoren zählen unter anderen der Delivery-Hero-CFO Emmanuel Thomassin und der erfahrene Venture Partner und künftige kooky-Verwaltungsrat Alois Flatz, so das Jungunternehmen.

Anmerkung Redaktion: Die Pläne zum Aufbau einer digitalen Rückgabe-Infrastruktur wurden am 07. April. 2022, 13.30 Uhr hinzugefügt. 

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