2 Minuten 2 Millionen

Orgnatic: Berliner Startup pitcht magnetisches Ordnungssystem für den Schrank

Orgnatic © PULS 4 / Gerry Frank
Orgnatic © PULS 4 / Gerry Frank

Während sich im Inneren von Badezimmerschränken oft das Chaos stapelt und Kosmetika unübersichtlich umkippen, bleibt eine wertvolle Fläche für zusätzlichen Stauraum meist komplett ungenutzt: die Innenseite der Schranktür. Genau für dieses alltägliche Platzproblem hat die Berlinerin Nadia Al-Mardini eine Lösung entwickelt. Mit ihrem Startup „Orgnatic“ bringt sie ein magnetisches Ordnungssystem auf den Markt, das Schranktüren im Handumdrehen in zusätzlichen Stauraum verwandeln soll. In der 9. Folge der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ tritt die Gründerin vor die Investoren-Jury, um sich strategisches Kapital für das weitere Wachstum zu sichern.

Stauraum-Upgrade ohne Bohren

Die Funktionsweise von Orgnatic ist simpel, aber effektiv konzipiert. Die Basis des Systems bildet eine selbstklebende weiße Eisenfolie, die sich ohne Werkzeug, Bohren oder Schrauben an der Innenseite einer Schranktür – etwa im Bad, in der Küche oder im Arbeitszimmer – anbringen lässt. Auf dieser Fläche können anschließend verschiedene magnetische Aufbewahrungsboxen, Haken und Ablagen flexibel positioniert werden.

Laut der Gründerin dauert die Montage weniger als drei Minuten. Der wesentliche Vorteil gegenüber fest verschraubten oder verklebten Hänge-Regalen liegt in der Flexibilität: Da die Boxen durch starke Magnete haften, können sie jederzeit mit einer Hand verschoben, neu angeordnet oder komplett abgenommen werden. Ursprünglich aus der Frustration über das Kosmetik-Chaos im eigenen Badezimmer entstanden, positioniert sich Orgnatic heute als universeller Problemlöser, der auch für Gewürze, Putzmittel oder Büromaterialien funktioniert.

Skalierung im kompetitiven Haushaltswaren-Segment

Derzeit vertreibt Orgnatic seine Magnet-Sets zu Preisen zwischen 20 und 40 Euro primär über den digitalen Direktvertrieb. Im kompetitiven und preissensiblen Markt für Haushaltswaren spielen Produktionsmargen und Versandkosten eine entscheidende Rolle für die Profitabilität. Da physische Konsumgüter im reinen E-Commerce oft an Skalierungsgrenzen stoßen, bildet der stationäre Handel hier eine logische Ausbaustufe. Eine flächendeckende Listung in Drogerien, Baumärkten oder bei Möbelhändlern ist in diesem Marktumfeld der gängige Weg, um das Produkt für den Massenmarkt zu öffnen und das Vertriebsvolumen signifikant zu steigern.

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