Porträt

Silana: Nähmaschinen-Roboter soll Modeindustrie revolutionieren

Die Silana-Gründer © Silana
Die Silana-Gründer © Silana

Nachhaltige Mode liegt heute massiv im Trend, doch genau bei deren Produktion hat die Modeindustrie große Herausforderungen zu bewältigen, besonders in Europa. So findet ein Großteil der Produktion im südostasiatischen Raum statt. Das bedeutet lange und komplexe Lieferketten und ist mit prekären Arbeitsbedingungen verbunden. Also alles nicht besonders nachhaltig. Hier will ein Wiener Startup namens Silana die Revolution bringen – und zwar mit einem vollautomatischen Nähroboter.

Nachhaltigere und lokalere Produktion

Erst in diesem Jahr ging Silana an den Start, doch bereits jetzt kann die Jungfirma Erfolge vorweisen. Die drei Gründer Michael Mayr, Michael Hofmannrichter und Anton Wohlgemuth haben am Inkubationsprogramm SCALEup des Wiener Inkubators INiTS teilgenommen. Beim „Demo Day“ im Februar konnte Silana außerdem einen Preis davontragen (Trending Topics berichtete).

INiTS Demo Day: Startups Zone14 und silana waren Sieger des Abends

„Wir haben früh das große Problem der Modeindustrie erkannt. Die Produktion findet aus Kostengründen schon lange nicht mehr in Europa statt. Auch in Südostasien wird sie zunehmend kostspieliger und verlagert sich nun nach Zentralafrika. Grund dafür ist, dass bis heute immer noch alles per Hand gemacht wird. Unser Roboter soll das ändern“, erläutert Michael Mayr, Mitgründer von Silana. Die Maschine soll die langen, umweltschädlichen Lieferwege einsparen und prekäre Arbeitsbedingungen bekämpfen.

Silana wird selbst zum Kleidungsproduzenten

Die automatische Nähmaschine, die sich noch in Entwicklung befindet, soll durch eine selbst entwickelte KI-Software und ein Kamerasystem in der Lage sein, verschiedene Stoffe präzise zu bearbeiten. Besonders bemerkenswert an der automatischen Nähmaschine: Sie soll auch in der Lage sein, 3D-Nähungen autonom durchzuführen. Dabei handelt es sich um komplexere Vorgänge, die andere Maschinen nicht von alleine absolvieren könnten. Dazu gehört beispielsweise, die Schulter eines T-Shirts zu nähen. Auch Jeans soll die Maschine von alleine herstellen können.

Fashion: Pilze, Blumen und Algen sollen Mode nachhaltiger machen

Mit der Maschine will Silana zunächst selbst zum Kleidungsproduzenten werden und die eigenen Erzeugnisse an Modehändler verkaufen. Dafür hat das Startup bereits eine Kooperation mit Fussl Modestraße begonnen und so Zugang zu vielen Händlern erhalten. Der Preis soll hier nur leicht über dem von gewöhnlicher Mode liegen. Sobald die Patentierung fertig ist – Silana meldet mehrere Patente für die Maschine an – wird die Jungfirma den Roboter an andere Produzenten verkaufen.

Neben der Teilnahme am Inkubationsprogramm SCALEup hat Silana auch schon von der Wirtschaftsagentur Wien Unterstützung in Form einer Förderung erhalten. In diesem Jahr will die Jungfirma den ersten Prototypen ihrer Erfindung entwickeln und diesen in Zukunft bis zur Serienproduktion bringen. Ebenfalls ist das Startup derzeit auf der Suche nach Investor:innen.

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