Porträt

Smashleague: Die europäische Padel-Liga aus Wien

Smashleague-CEO Max Terbuyken (rechts) beim Padel-Spiel © Smashleague
Smashleague-CEO Max Terbuyken (rechts) beim Padel-Spiel © Smashleague

Das Tennis-ähnliche Rückschlagspiel Padel ist in den vergangenen Jahren im DACH-Raum zu einem echten Trendsport geworden. Ein Startup, das dies erkannt hat und Fans dabei helfen will, sich besser zu organisieren, ist Smashleague aus Wien. Die Jungfirma hat eine organisierte Amateur-Padel-Liga gegründet.

Mehr Preisgeld als bei professionellen Padel-Turnieren

„Wir machen Padel für Amateure strukturiert und zugänglich, ohne Vereinsbeitritt oder komplizierte Anmeldung. Der echte Anreiz durch Preisgeld, kombiniert mit einer voll digitalen Plattform und echtem Community-Feeling, hebt uns von allem ab, was es bisher gibt. Ab Saison 2 gibt es in Wien drei Leistungsklassen (Starter, Advanced, Expert), damit wirklich jeder Level seinen Platz findet“, erklärt Max Terbuyken, Mitgründer und CEO der Jungfirma.

Auf der Plattform von Smashleague können sich Teams aus je zwei Spieler:innen online registrieren. Sie zahlen einen Saisonbeitrag und spielen über sechs Wochen vier Matches in Gruppen gegeneinander. Die besten acht Teams kommen in ein Live-Playoff-Finale, wo 100 Prozent des Preisgeldes ausgezahlt werden. Je nach Kategorie kann dieses Preisgeld bis zu 1.500 Euro betragen. „Das ist mehr als das Preisgeld von professionellen Padel-Turnieren im DACH-Raum. Wir sind sehr transparent mit dem Preisgeld, da wir von den Umsätzen pro Kategorie zirka 66 Prozent direkt an die Spieler:innen zurückgeben. Das macht uns besonders“, so Terbuyken.

Spieler:innen haben außerdem die Chance, Sachpreise von den Sponsoren des Startups zu erhalten. Der Hauptsponsor ist dabei der Sportartikel-Anbieter Bullpadel. Anmeldung, Spielplan, Ergebnisse und Auszahlung laufen komplett digital die Smashleague-Plattform.

„Liga mit echtem Wettbewerb, Preisgeld und Community“

Founder und CEO Max Terbuyken ist Absolvent der WU Wien Absolvent im Bereich Entrepreneurship & Innovation. Die Idee zum Startup entstand aus seinen eigenen Erfahrungen: „Ich spielte Padel, wollte aber mehr als nur informelle Matches und ich war auch enttäuscht von den Preisen bei den Turnieren von der Austrian Padel Union, da man oft nur Medaillen gewonnen hat, aber nur ganz selten Preisgeld bzw. coole Sachpreise. Eine Liga mit echtem Wettbewerb, Preisgeld und Community gab es für Amateure nicht. Also haben wir sie gebaut – mit Vibe-Coding und KI, komplett von null.“

Mit dem Self-Scheduling-Konzept soll es Spieler:innen möglich sein, innerhalb der sechs Wochen Saison eigenständig die Matches zu vereinbaren und das Ergebnis in die App einzutragen. Nur den Finaltag organisiert Smashleague jeweils selber in jeder Stadt mit den Sponsoren.

Eversports und MATCHi fusionieren – und wollen führende Sport-Plattform Europas werden

Smashleague führende Plattform in Europa werden

Die Jungfirma, die erst in diesem Jahr an den Start gegangen ist, hat von Wien aus bereits nach Deutschland expandiert, genauer gesagt nach Berlin, München und Düsseldorf. Laut Terbuyken hat das Startup bereits einen fünfstelligen Umsatz erreicht und Partnerschaften mit Unternehmen wie Bullpadel, Waterdrop, Nucao, Red Bull, Hyperice sowie Kapten & Son an Land gezogen.

Besonders bemerkenswert ist, dass Smashleague bewusst auf Bootstrapping setzt. „Wir haben keine Investoren und wollten das auch nicht. Das Modell finanziert sich selbst: Saisonbeiträge der Teams decken Preisgeld, Betrieb und Wachstum. Das gibt uns Unabhängigkeit und zwingt uns, von Tag eins profitabel zu denken“, erklärt der CEO.

Smashleague hat ambitionierte Zukunftspläne. Bereits in diesem Monat startet die Jungfirma Saison 2 in Wien bereits mit drei Leistungsklassen und einem Preispool von 3.000 Euro. Darüber hinaus expandiert das Startup nach Südeuropa. „Spanien, Portugal und Italien stehen dabei ganz oben auf der Liste. Padel ist dort noch einmal eine Dimension größer als im DACH-Raum. Langfristig wollen wir die führende digitale Padel-Liga-Plattform in Europa werden“, kündigt Max Terbuyken an.

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