SpaceX lässt 260 Starlink-Satelliten in sechs Monaten verglühen
SpaceX hat zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 insgesamt 260 Starlink-Satelliten kontrolliert in der Erdatmosphäre verglühen lassen. Das geht aus einem aktuellen Halbjahresbericht des Unternehmens hervor, berichtet t3n. Die Zahl der verglühten Satelliten steigt damit im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr an. Zwischen Juni und November 2025 waren es 218 Satelliten, die so ihr Ende fanden.
Starlink-Satelliten sind geplant kurzlebig
Von den 260 demontierten Satelliten gehörten 176 zur ersten Generation der Starlink-Flotte, die übrigen zur zweiten Generation. Zusätzlich hat SpaceX weitere 349 Satelliten in diesem Zeitraum außer Dienst gestellt, die ebenfalls vor der Entsorgung stehen. Im Vergleichszeitraum Dezember 2024 bis Mai 2025 verglühten sogar 472 Trabanten. Die aktuelle Zahl von 260 ist also noch relativ moderat.
Der Grund für die regelmäßige Entsorgung liegt in der Konstruktion: Die Starlink-Satelliten sind für eine Betriebsdauer von fünf Jahren ausgelegt. SpaceX ersetzt sie kontinuierlich durch neuere Modelle und lenkt die alten Satelliten absichtlich in die Erdatmosphäre, wo sie vollständig verglühen. So entsteht kein Weltraumschrott. Das Starlink-Netz umfasst Berichten zufolge inzwischen über 10.000 stationierte Satelliten. Die Flotte ist so umfangreich, dass SpaceX bisweilen vier bis fünf ältere Modelle pro Tag aus der Umlaufbahn nimmt.
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Forscher:innen warnen vor möglichen Umweltschäden
Insgesamt sind laut dem Astronomen Jonathan McDowell bereits 1.344 Starlink-Satelliten in die Atmosphäre eingetreten. Das gezielte Verglühen hat Bedenken ausgelöst: Forscher:innen befürchten, dass beim Verbrennungsprozess schädliche, ozonabbauende Gase entstehen könnten. Sie fordern weitere Untersuchungen zu diesem Thema, einige haben die USA zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung aufgerufen.
Die US-Kommunikationsbehörde FCC plant jedoch angeblich, Starlink und andere große Satelliten-Unternehmen von solchen Prüfungen auszunehmen. Die Behörde räumt der Vorherrschaft der USA im Weltraum offenbar Priorität ein. Umweltfragen treten dabei in den Hintergrund.

