E-Ladestationen

Tesla will sein Supercharger-Netzwerk für andere Autos eröffnen

"Supercharger"-Ladestationen © Tesla
"Supercharger"-Ladestationen © Tesla

Seit Mai verfügt der US-Autohersteller Tesla weltweit über 25.000 Supercharger-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an etwa 2.700 Stationen. Nun hat der Konzern laut dem Tech-Blog Electrek vor, die Ladestationen auch anderen Unternehmen zugänglich zu machen. Gegenüber norwegischen Behörden habe Tesla den Plan bestätigt, das Supercharger-Netzwerk ab September 2022 auch anderen Elektroautos zu öffnen. Unklar ist dabei noch, wie die Kosten für die Drittanbieter ausfallen.

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Drittanbieter nutzen Supercharger „unauffällig“

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat Tesla zunehmend das Supercharger-Netzwerk aufgebaut. Der Konzern verlässt sich nicht auf Drittanbieter von Ladestationen wie beispielsweise Ionity, Electrify America oder ChargePoint. Bislang können eigentlich nur Tesla-Fahrzeuge die Supercharger nutzen.

Jedoch kursieren laut Electrek schon länger Gerüchte, dass das US-Unternehmen das Netzwerk für andere zugänglich machen will. Im Dezember hat CEO Elon Musk sogar auf Twitter bestätigt, dass einige Drittanbieter die Stationen schon nutzen, wenn auch eher „unauffällig“.

Gegenüber der regionalen norwegischen Behörde „Vestland fylkeskommune“ hat Tesla kürzlich finanzielle Unterstützung für den Aufbau des Netzwerks beantragt. Die Bedingung der Behörde dafür war, dass das Angebot öffentlich zugänglich sein muss. Es zähle nicht, wenn nur ein Unternehmen Zugang zu den Superchargern hat. Tesla hat dagegen argumentiert, dass eine Öffnung des Netzwerks bis zum dritten Quartal 2022 bereits in Planung sei.

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Tesla auch mit deutschen Behörden im Gespräch

Es ist noch unklar, ob diese Pläne nur für Norwegen, für den Rest von Europa oder auch weltweit gelten. Mit den deutschen Behörden führt Tesla momentan allerdings ähnliche Gespräche. In Europa wäre die Öffnung des Netzwerks deutlich leichter als in den USA. Tesla nutzt bei seinen Ladesäulen in Europa nämlich den internationalen Standard Combined Charging System (CCS).

Dagegen verwendet der Konzern in den USA bei seinen Fahrzeugen und Superchargern einen eigenen Stecker, den andere Anbieter nicht haben. In diesem Markt müsste Tesla also einen Adapter anbieten, damit Fahrzeuge von Drittanbieter die Stationen nutzen können.

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