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VCs und Unicorns hoffen auf ein neues IPO-Fenster 2024

IPO 2024. © Trending Topics / Dall-E
IPO 2024. © Trending Topics / Dall-E

Kürzlich haben wir Oliver Holle, CEO von Speedinvest, gefragt, was der europäische VC-Sektor wirklich braucht, um nach dem Abflauen des Startup-Markts wieder in Schwung zu kommen. Seine Antwort: „Ein wirklicher Gamechanger wäre ein wirkliches nachhaltiges Öffnen des IPO-Fensters. Ein Gamechanger wäre, wenn einige dieser großen Unicorns, die wir alle im Portfolio haben, auch Liquidität erzeugen könnten. Das ist das, was die Branche in Europa und weltweit wirklich benötigt.“

2023 hat es dieses IPO-Fenster nicht gegeben. Zwar gab es mit Arm, Birkenstock, Klaviyo und einigen anderen doch einige große Börsengänge, doch im Vergleich zu den Vorjahren war das nur schwach ausgeprägt. „Während sich der US-Markt von 90 (2022) auf 132 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 22 Milliarden US-Dollar verbessern konnte, ging die absolute Zahl der Börsengänge in Europa und China zurück.

Europa verzeichnete 136 Deals (2022: 171) mit einem Emissionsvolumen von 12,9 Milliarden US-Dollar. Das IPO-Geschehen in China (einschließlich Hongkong) erreichte 372 Neuemissionen (2022: 501) mit einem Gesamtwert von 56,2 Milliarden US-Dollar (2022: 101,3 Mrd.)“, heißt es in einer Analyse von EY zum IPO-Jahr 2022.

Weltweit größter Börsengang des Jahres war die britische ARM Holding, die beim IPO im September rund 5,2 Milliarden US-Dollar erlöste. Insgesamt ist die Zahl der IPOs weltweit um acht Prozent auf 1.298 (2022: 1.415) gesunken, das Emissionsvolumen schrumpfte um 33 Prozent auf rund 123 Milliarden US-Dollar. Nun blickt die Finanzwelt in Richtung 2024 und fragt sich, ob es besser werden wird.

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„IPO-Pipeline weiter aufgebaut“

„Nach einem schwierigen Jahr 2022 mit neuen geopolitischen Spannungen, hoher Inflation und der Zinswende waren in diesem Jahr zunächst deutliche Zeichen für eine Normalisierung der weltweiten IPO-Märkte zu beobachten. Durch die politischen Entwicklungen im Nahen Osten verschlechterte sich das Marktumfeld aber erneut im vierten Quartal. Angesichts der erfolgten Verschiebungen von Börsengängen ist es keine Frage ob, sondern vor allem wann der IPO-Markt wieder in Schwung kommt, was ein wichtiger Impuls für ein besseres 2024 sein dürfte“, so Stefan Uher, Leiter der Wirtschaftsprüfung bei EY Österreich.

Und weiter: „In diesem Jahr hat sich die IPO-Pipeline weiter aufgebaut. Viele Unternehmen warten auf den richtigen Zeitpunkt, um mit guter Vorbereitung den Börsengang zu meistern. Angesichts der knapper werdenden Marktliquidität sind die Anleger:innen jedoch selektiver und bevorzugen Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen, die in Bezug auf Profitabilität gute Zahlen vorweisen können und gleichzeitig ihre ESG-Agenda klar formulieren. Die aktuelle Jahresendrally in vielen Märkten stimmt positiv für das IPO-Jahr 2024.“

In der Tech-Branche gibt es eine Reihe an Börsenkandidaten, denen ein IPO schon länger nachgesagt wird – etwa N26, Klarna oder Revolut. Auch viele andere Unternehmen, darunter etwa GoStudent oder Bitpanda, haben Bewertungen erreicht, die einen Exit an ein Privatunternehmen (zumindest in Europa) eher unwahrscheinlich machen – mehr als eine Milliarde Dollar legen wohl nur große US-Tech-Unternehmen für Scale-ups auf den Tisch. Da viele der Unicorns im Cap Table bereits ein deutliches Übergewicht an VCs haben, wird der Drang in Richtung Börsen-Exit immer größer.

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