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Verified Social Enterprise: aws-Label soll Sichtbarkeit für Sozialunternehmen schaffen

Startup-Hub (Symbolbild) © S O C I A L . C U T on Unsplash
Startup-Hub (Symbolbild).© S O C I A L . C U T on Unsplash

In Österreich gibt es heute etwa 2.400 Social Enterprises. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die neben wirtschaftlichen auch gesellschaftliche, soziale und nachhaltige Ziele haben. Um solche Sozialunternehmen zu fördern und ihnen einen öffentlich anerkannten Nachweis für ihr Handeln zu geben, hat das Austria Wirtschaftsservice (aws) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft das neue Label „Verified Social Enterprise“ ausgearbeitet. Diese Bezeichnung können Firmen nach erfolgreicher Prüfung und Eintragung in das öffentliche Register unabhängig von der Rechtsform im Namen tragen.

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„Mehr Sichtbarkeit bei Kund:innen und Investor:innen“

„Die aktuellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen erfordern innovative Lösungsansätze und Ideen. Social Enterprises sind hier besonders wichtige Player, zeigen unternehmerische Lösungskompetenz und schaffen gleichzeitig wirtschaftlichen Mehrwert. Mit dem neuen Label ‚Verified Social Enterprises‘ bekommen die Projekte einen anerkannten Nachweis und damit Sichtbarkeit bei Kund:innen sowie bei Investor:innen“, sagt Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft.

Das Verified Social Enterprise-Label hat das aws in Kooperation mit dem Social Entrepreneurship Network Austria (SENA) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) entwickelt. Weil es sich bei Social Enterprises um unterschiedliche Rechtsformen handeln kann, richtet sich das Label ebenso an Unternehmen wie an Genossenschaften oder Vereine. Um das Label zu erhalten, müssen die Antragstellenden einer Reihe von Kriterien entsprechen. Dabei muss insbesondere der gesellschaftliche bzw. ökologische Mehrwert der Projekte klar erkennbar sein.

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Verified Social Enterprise Selbstverpflichtung zu „Impact First“

Antragstellende Unternehmen müssen für das Label einen öffentlich zugänglichen Wirkungsbericht vorweisen. Das Label soll auch eine Selbstverpflichtung zum „Impact First“-Gedanken bedeuten. Dieses Prinzip muss in den jeweiligen Gesellschaftsverträgen, den Statuten oder Satzungen der Antragstellenden enthalten sein. Nach erfolgreichem Antragsprozess und positiver Entscheidung werden die Social Enterprises im Unternehmensserviceportal sowie im WKO Firmen A-Z gelistet. Damit soll das Label für mehr Sichtbarkeit von Social Enterprises sowie für deren Abgrenzung gegenüber anderen Wirtschafts- und Sozialorganisationen sorgen.

„Als Förderbank des Bundes begleiten wir Unternehmen von der ersten Idee bis hin zum Markterfolg. Bei vielen Startups sehen wir dabei einen verstärkten Fokus auf gesellschaftliche, soziale und nachhaltige Lösungen. Bei der Finanzierung unterstützen wir diese Unternehmen mit dem Programm aws Preseed- und aws Seedfinancing-Innovative Solutions. Mit dem neuem Label bekommen sie jetzt auch die nötige Sichtbarkeit, um am Markt anerkannt zu werden“, sagt aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister.

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WKO bietet Gründungsleifaden für Social Enterprises

Die WKO stellt bereits einen Gründungsleitfaden für Social Entrepreneurs zur Verfügung, mit Infos zu Geschäftsmodellen, Finanzierung, zu juristischen Fragen sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten. Künftig kann das Label Verified Social Enterprise im WKO Firmen A-Z bei den eigenen Kontaktdaten eingetragen werden. Die Teilnahmebedingungen sowie weiterführende Informationen zum Label Verified Social Enterprise sind online hier abrufbar.

Das Label mag zwar Social Startups bei der Sichtbarkeit helfen, jedoch brauchen sie noch deutlich mehr Unterstützung durch die Politik, wie der „Austrian Social Enterprise Monitor 2021/2022„ in diesem Jahr zeigte.

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