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150 Mio. Euro: Ruf nach neuem COVID-Startup-Hilfsfonds wird lauter

© Noah Buscher on Unsplash
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Das große Highlight des Startup-Jahres war – der COVID-Startup-Hilfsonds. Er hat mit 50 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen mindestens 50 Millionen weitere Euro an Privatinvestitionen ausgelöst und war so heiß begehrt, dass das Geld viel früher als geplant vergeben war. Auch mit dem Effekt, das viele Jungfirmen in Österreich zu spät kamen und nicht zu den etwa 200 glücklichen Unternehmen gehören, die die Zuschüsse bekommen haben.

Und auch wenn die Regierung mehrmals sagte, dass es keine Neuauflage des Hilfsfonds geben werde – es ist bald Weihnachten, und deswegen darf sich der heimische Startup-Sektor auch etwas wünschen. Konkretisiert wird der Wunsch in der Forderung nach 150 weiteren Millionen Euro für Teil 2 des Förderinstruments, das die aws abgewickelt hat. Am Freitag von Business Angels und Startup-Gründern gestartet, bekommt die Online-Petition nun kräftige Unterstützung.

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Auch der neue Startup-Beauftragte der Wirtschaftskammer, Kambis Kohansal Vajargah, will eine Neauflage. Bis dato hat die Petition etwa 280 Unterschriften gesammelt.

Zweiter Lockdown als Begründung

„Der zweite Lockdown und die damit einhergehende Verlängerung der wirtschaftlichen Unsicherheiten machen zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen für die nachhaltige Eigenkapital-Finanzierung von Startups notwendig“, heißt es jetzt auch seitens der AVCO (Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation). 150 Millionen Euro würde man gerne in der zweiten Auflage des COVID-Startup-Hilfsfonds sehen. „Mit einem Matching von weiteren 150 Millionen Euro aus privaten Mitteln entstünde für den österreichischen Startup-Standort ein Finanzierungsvolumen von 300 Millionen Euro für Innovation und Wachstum und damit Schaffung von Arbeitsplätzen“, heißt es.

Die eine Frage ist, ob das Finanzministerium diese 150 Millionen Euro überhaupt auftreiben kann – der Startup-Sektor ist gewiss nicht die einzige Branche, die neue Hilfsgelder im zweiten Lockdown fordert. Die andere Frage ist, ob das für den Staat mittelfristig ein schlaues Investment ist. Deswegen wird argumentiert, dass es kein verschenktes Geld sei. „Die Ausgestaltung als rückzahlbarer Zuschuss stellt sicher, dass ein Großteil der Unterstützungsgelder auch wieder an die Republik Österreich zurückfließen werden“, heißt es seitens AVCO.

Rückzahlung im Erfolgsfall

Wir erinnern uns: Die Zuschüsse, die Startups vom COVID-Startup-Hilfsfonds bekommen haben, müssen im Erfolgsfall zurückgezahlt werden. Das ist entweder, wenn die Firma Gewinn erwirtschaftet oder wenn sie einen Exit macht. Die Zuschüsse müssen also dann zurückgezahlt werden, wenn sie in den darauffolgenden zehn Jahren durch einen Jahresüberschuss gedeckt sind. Auch gibt es eine vollständige Rückzahlungsverpflichtung bei einem Verkauf (Exit).

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