Series A-Finanzierung

Airbank: Berliner Fintech sammelt 20 Millionen Dollar ein

Airbank-Gründer Patrick de Castro Neuhaus und Christopher Zemina © Airbank
Airbank-Gründer Patrick de Castro Neuhaus und Christopher Zemina © Airbank

Das Berliner Fintech Airbank konnte erst vor einem Jahr 2,5 Millionen Euro in einer Seed-Finanzierungsrunde einsammeln (Trending Topics berichtete). Nun erhält die im März 2021 gegründete Jungfirma im Zuge einer Series-A-Finanzierungsrunde satte 20 Millionen Dollar. Molten Ventures führt die Runde, Speedinvest beteiligt sich. Das Startup hat mit Christopher Zemina einen österreichischen Gründer sowie ein Büro in Wien. Unternehmen wie Park Hyatt, Häagen-Dazs, Folk, Levity und SNOCKS gehören bereits zu den Kunden des Startups.

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„Prozesse radikal vereinfachen“

Airbank bietet eine Finanzmanagementplattform für Unternehmen an, mit der Gründer:innen und CFOs Arbeitsabläufe optimieren sollen. In einer ganzheitlichen Anwendung sollen Nutzer:innen Zugriff auf alle Module zur Verwaltung der Finanzgeschäfte haben. „Wir helfen unseren Kund:innen, die Analyse- und Administrationsarbeit in ihrer Finanzabteilung zu optimieren, indem wir diese Prozesse radikal vereinfachen”, sagt Christopher Zemina, Mitgründer und CEO von Airbank.

Die alte Art der Finanzverwaltung ist laut dem Startup mit einem immensen Arbeitsaufwand verbunden. Normale Finanzangestellte verbringen pro Woche über vier Stunden mit der Verwaltung einer Vielzahl repetitiver Aufgaben wie der Budgetierung, Prognose, Rechnungszahlung und dem Ausgabenmanagement. KMU in Europa würden in der Folge insgesamt 45 Milliarden Euro pro Jahr verlieren. Die Plattform von Airbank lasse sich nahtlos in die bestehenden Systeme der Kund:innen integrieren.

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Firmenkarten ab September 2022

Die Jungfirma bietet von ihrer Plattform eine Freemium-Version an. Das Produkt lässt sich gratis mit Einschränkungen testen. Es gibt eine SaaS-Gebühr für Premium-Lizenzen von 89 Euro pro Monat. Momentan arbeitet Airbank auch an eigenen Firmenkarten für seine Kunden. Diese sollen ab September 2022 verfügbar sein. Es wird sowohl virtuelle als auch physische Firmenkarten geben, die den Prozess der Belegverwaltung in Unternehmen signifikant vereinfachen sollen.

Derzeit verfügt Airbank über Produktpartnerschaften mit mehreren Finanzierungsanbietern, die sogenanntes “Revenue-based financing” anbieten. Es handelt sich dabei um eine Umsatz-basierte Finanzierung, bei der Unternehmen Kredite erhalten, die mit einem festen Prozentsatz der laufenden Umsätze beglichen werden, bis die vorher vereinbarte Summe zurückgezahlt ist. Dadurch, dass die Rückzahlung an die Umsätze gebunden ist, passt sie sich automatisch dem Cash-Flow an. Das soll so mehr Flexibilität für den Unternehmer bieten.

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„Interesse der Investor:innen groß“

Und nun folgt also die nächste Finanzierungsrunde, obwohl es derzeit in der Startup-Welt viele Downrounds und Kündigungen gibt. „Trotz der aktuellen Situation war das Interesse von Investor:innen an unserer Runde extrem hoch. Wir hatten mehr als 200 Anfragen – viele Investor:innen aus den USA wollten an der Runde teilnehmen oder sogar die Runde größer machen als geplant“, so Zemina.

Mit dem frischen Kapital will das Startup sein Team von derzeit 40 Mitarbeiter:innen vergrößern und das Geschäft in Europa ausbauen. Außerdem soll mit einem Teil des Geldes die Produktsoftware verbessert und neue Bezahlungsangebote ergänzt werden. „Wir investieren stark in die Automatisierung der Finanzverwaltung“, kommentiert Christopher Zemina. „Wir nehmen unseren KundInnen repetitive, administrative Aufgaben im Finanzwesen ab, sodass diese sich auf das Wachstum ihres Unternehmens fokussieren können.“

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Airbank ist Plattform – keine Bank

In Zukunft will Airbank die Plattform immer weiter verbessern. Ziel ist es jedoch nicht, zu einer Bank für KMU zu werden. „Wir verstehen uns als Plattform, nicht als Bank. Airbank erlaubt es dem Kunden, bestehende Bankkonten an die Plattform anzuschließen. Der Kunde muss seine Bank nicht wechseln, sondern verwaltet bestehende Bankkonten auf der Plattform. Dadurch bieten wir besseres Finanzmanagement für bestehende Konten“, sagt Zemina.

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