Smart Home

Amazon kauft Saugroboter-Macher iRobot für 1,7 Mrd. Dollar

Colin Angel, CEO von iRobot. © iRobot
Colin Angel, CEO von iRobot. © iRobot

Der Wettkampf ums Smart Home geht in eine neue Phase. Denn Amazon hat soeben bekannt gegeben, den Staubsauger-Roboter-Hersteller iRobot um 1,7 Milliarden Dollar zu übernehmen. Gezahlt wir der Kaufpreis in Aktien, wobei je Share von iRobot 61 Dollar gezahlt wird und Amazon auch die Schulden des Unternehmen übernimmt. Die 61 Dollar sind deutlich mehr als die aktuell rund 50 Dollar an der Börse – und deutlich weniger als die mehr als 130 Dollar, die die iRobot-Aktie am Zenith 2021 an der Börse wert war.

Colin Angle, der aktuelle Chef von iRobot, wird an der Spitze des Unternehmens bleiben, und zustimmen müssen auch noch die Shareholder der Unternehmen sowie die Wettbewerbsbehörden. Die Bewertung bei der Übernahme wird mit 1,7 Milliarden Dollar festgelegt – also deutlich mehr als jene etwa 1,46 Milliarden, die iRobot derzeit auf die Waage bringt.

„Über viele Jahre hinweg hat das iRobot-Team bewiesen, dass es in der Lage ist, die Art und Weise, wie Menschen putzen, neu zu erfinden – mit Produkten, die unglaublich praktisch und einfallsreich sind. Die Kunden lieben iRobot-Produkte – und ich freue mich darauf, mit dem iRobot-Team zusammenzuarbeiten, um das Leben der Kunden einfacher und angenehmer zu gestalten“, heißt es seitens Dave Limp, SVP von Amazon Devices.

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Heikle Daten im Smart Home

iRobot, vielen besser bekannt unter den Marken Roomba (Staubsauger), Terra (Mäher), Mirra (Poolreiniger) und Scooba/Braava (Bodenwischer), wird neben einer ganzen Reihe an weiteren Smart-Home-Geräten – von der „Echo“-Serie über die „Ring“-Überwachungskameras bis hin zu den „Blink“-Videokameras – das Portfolio von Amazon bei Smart Home-Anwendungen ergänzen. Das 1997 gegründete Unternehmen stellte früher eigentlich Polizei- und Militärroboter her, bevor es sich auf den Markt für Endkonsument:innen fokussierte.

Die Datenfrage ist bei iRobot auch essenziell. 2017 kam das Unternehmen in die Kritik, weil bekannt geworden war, dass mit den Daten über Wohnungen, die die Saugroboter sammeln, Geschäfte gemacht worden sein sollten. Auch bei Amazons Tochter Ring kam es bereits zu einem Skandal, weil die Daten aus den Überwachungskameras an die Polizei weiter gegeben worden waren – ohne Zustimmung der Nutzer:innen.

Update: Ein Tippfehler in einer vorherigen Version des Artikel berichtete von einem „Saufroboter“. Allerdings hat dieser Deal nichts damit zu tun, der Sauf-Roboter der Marke „Bender“ bleibt weiter unabhängig von Amazon. 😅

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