European Agentic AI Bootcamp: 250 Teilnehmende trainieren agentische KI
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Von 20. bis 22. Juli 2026 haben mehrere europäische AI Factories ein gemeinsames Online-Bootcamp zu Agentic AI durchgeführt. Rund 250 Teilnehmende aus ganz Europa haben dabei zusammengearbeitet. Die Initiative brachte die AI Factory Austria AI:AT, HammerHAI, Gaia AI Factory und PHAROS-CY mit Partnern wie ASC, HLRS, LRZ, Cyfronet, OpenACC und NVIDIA zusammen.
Agentic AI ist enorme Chance für Unternehmen
Das englischsprachige Training auf Intermediate-Level richtete sich an Entwickler:innen, Forschende, Unternehmen, öffentliche Verwaltung, Startups und KMU, die KI-Agenten nicht nur verstehen, sondern praktisch entwickeln und in konkrete Workflows übersetzen wollen.
Bei Agentic AI handelt es sich um KI-Systeme, die komplexe Aufgaben eigenständig planen und ausführen können. Für Organisationen eröffnet das neue Möglichkeiten. Dazu gehören intelligente Assistenzsystemen, automatisierte Analyse-Workflows und komplexe Anwendungen in Forschung, Industrie und Verwaltung.
„Agentic AI markiert den Übergang von einzelnen KI-Werkzeugen zu Systemen, die Aufgaben planen, Kontext nutzen und Workflows eigenständig unterstützen können“, erklärt Claudia Blaas-Schenner, Head of AI:AT Learning Center. „Für Organisationen ist das eine enorme Chance – aber nur, wenn Teams verstehen, wie solche Systeme aufgebaut, bewertet und verantwortungsvoll eingesetzt werden.“
Große Nachfrage nach praxisnahen Bootcamps
Im Mittelpunkt standen praktische Bausteine für moderne KI-Agenten. Dazu zählen Agent Skills, das Model Context Protocol (MCP), NVIDIA NIM, LangGraph und das NVIDIA NeMo Agent Toolkit. Die Teilnehmenden lernten, Agent Skills zu erstellen, HTTP-basierte MCP-Clients und -Server aufzubauen und diese Technologien in LLM-Workflows zu integrieren, die mit LangGraph und NVIDIA NeMo Agent Toolkit orchestriert werden. Für die praktischen Übungen kam der Supercomputer Athena von Cyfronet in Polen zum Einsatz. 30 Trainer:innen, Tutor:innen und technische Assistent:innen begleiteten die Sessions.
„Die Teilnehmenden kamen neugierig und gingen mit deutlich tieferem Verständnis, als wir ursprünglich geplant hatten“, sagt Krishna Kalyan, Developer Advocate Engineer bei NVIDIA. „Das ist ein starkes Zeichen dafür, wie groß die Nachfrage nach praxisnahen Bootcamps für Agentic AI ist.“ Abschließend wendeten die Teilnehmenden das Gelernte in einer Hands-on-Challenge auf einen bestehenden LLM-Workflow an. Dabei lag der Fokus auf wiederverwendbaren Mustern, Qualitätsbewertung, Latenz und Performance.
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AI Factories schaffen europäischen Lern- und Praxisraum
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mehrerer AI Factories. „Die AI Factories sind nicht als isolierte nationale Initiativen gedacht, sondern als europäisches Netzwerk“, betont Karl Kugler, Co-Lead AI Factory Austria AI:AT. „Dieses Bootcamp zeigt sehr konkret, wie Zusammenarbeit in diesem Netzwerk wirkt: Wir bringen Expertise, Infrastrukturzugang und praktische Umsetzung zusammen, damit KI-Anwendungen schneller, besser und vertrauenswürdiger in die Praxis kommen.“
Durch die gemeinsame Umsetzung soll ein europäischer Lern- und Praxisraum entstehen. Die Teilnehmenden erhielten Zugang zu Expertise aus unterschiedlichen nationalen Ökosystemen und können sich auf Anwendungen vorbereiten, die aus europäischen Hackathons oder KI-Projekten resultieren.
„Agentic AI verlangt ein gutes Zusammenspiel aus Software-Architektur, Recheninfrastruktur, Tool-Integration und Betriebserfahrung“, erklärt Markus Stöhr, Co-Lead AI Factory Austria AI:AT. „Genau hier können die AI Factories gemeinsam einen Mehrwert schaffen: Wir erleichtern den Zugang zu Wissen, Tools und europäischen Ressourcen und helfen Organisationen, die richtigen Architekturentscheidungen früh zu treffen.“

