kausable sammelt 12 Millionen Euro für selbstlernende KI ein
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Das deutsche DeepTech-Startup kausable hat in einer Seed-Runde 12 Millionen Euro eingesammelt, berichtet EU-Startups. Die Jungfirma entwickelt eine Reasoning-First-KI, die sich ohne Nachtraining selbstständig an veränderte Kontexte anpasst.
Lead Investors der Runde sind UVC Partners und Entourage an. Ebenfalls dabei sind die deutschen Investoren HTGF und Mätch VC. Zusätzlich unterstützen private Angel-Investoren aus der KI-Industrie und Wissenschaft das Startup, darunter Experten von Black Forest Labs, OpenAI, Google DeepMind, Noxtua und dem European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS).
kausable entwickelt „neue Art von Weltmodell“
Johannes Haux, CEO und Co-Founder von kausable, erklärt die Herausforderung: „Die Welt entwickelt sich rasant, und das sollte auch für KI gelten. Selbst die leistungsfähigsten aktuellen KI-Systeme sind jedoch sehr statisch in der Art und Weise, wie sie die Welt interpretieren, und benötigen ständiges, zeitaufwändiges und kostspieliges Nachtraining. Mit kausable lösen wir dieses Problem, indem wir eine neue Art von Weltmodell entwickeln, das effizient und robust selbstständig lernt und sich an die sich ständig verändernde Welt anpasst. Dies bietet enorme Chancen in hochdynamischen Bereichen wie Robotik, dem Energiesektor und Finanzen.“
kausable haben im Jahr 2025 die drei Physiker Johannes Haux (CEO), Benjamin Herdeanu (CTO) und Gregor Ramien (COO) gegründet. Sie haben Verbindungen zur Universität Heidelberg und zu Black Forest Labs. Das Startup entwickelt ein foundational AI-Modell, das aus minimalen Daten lernt, kein Retraining benötigt und sich an Szenarien anpasst, die zum Zeitpunkt der Entwicklung nicht vorhersehbar waren.
Das Team hat bereits TipPFN entwickelt, ein Zero-Shot-Forecasting-Modell für komplexe, dynamische Systeme, das „Black Swans“ vorhersagt. Dabei handelt es sich um seltene, aber hochgradig folgenreiche Ereignisse in Bereichen wie Medizin und Energiesektor. Zudem hat kausable kürzlich gemeinsam mit Expert:innen der Columbia University ein Research-Paper verfasst, das die kausale Reasoning-Architektur des Frontier-Modells validiert.
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KI kann über Zukunft nachdenken
Nach Darstellung des Jungunternehmens lernt die Reasoning-First-KI ähnlich wie Menschen. Ein robustes, universelles Set an Intuitionen, das „Weltmodell“, ermöglicht der KI, sich schnell an Veränderungen in ihrer Umgebung anzupassen, und das mit wenig neuer Information. Nutzer:innen können heterogene Datenquellen auf einer einzigen Verständnisebene zusammenführen und in Szenarien operieren, die zum Build-Zeitpunkt nicht absehbar waren. kausable positioniert sich damit als horizontale KI, die durch unbekannte Probleme hindurch denkt, statt ein weiteres Nischenmodell zu sein.
Pieterjan Bouten, Co-Founder von Entourage, betont die Besonderheit: „Die meisten KI-Modelle werden darauf trainiert, sich an die Vergangenheit zu erinnern. kausable baut KI, die über die Zukunft nachdenken kann. Anstatt sich auf immer größere Datensätze und ständiges Nachtraining zu verlassen, entwickeln sie einen grundlegend anderen Ansatz: Systeme, die sich anpassen, Kausalität ableiten und Probleme lösen, die sie noch nie zuvor gesehen haben. Es ist eine ambitionierte wissenschaftliche Wette, und genau die Art von fundamentaler KI-Firma, die wir gerne unterstützen.“
Das Startup plant, die Finanzierung für den Ausbau seines derzeit neunköpfigen Expertenteams und die Weiterentwicklung seines Rapid-Learning-Frontier-Modells zu nutzen. Zuvor hatte kausable bereits eine Pre-Seed-Runde über 1,5 Millionen Euro abgeschlossen.

