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Analyse: Initial Coin Offerings brachten Investoren ordentlich viel Geld ein

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Initial Coin Offerings (ICOs) haben nicht unbedingt den besten Ruf. Zu oft ist es vorgekommen, dass die Macher von ICO-Projekten mit den eingezahlten Coins verschwanden (z.B. Pincoin), sich nach dem Token Sale in rechtliche Streitereien verwickelten (z.B. Envion, Tezos) oder aber nicht das liefern konnten, was sie versprochen haben. „Scam“ ist somit ein Begriff geworden, der oft mit ICOs einhergeht.

Zwei Forscher des Boston College, Hugo Benedetti und Leonard Kostovetsky, wollen aber herausgefunden haben, dass sich Investitionen in ICOs für viele Geldgeber durchaus ausgezahlt haben. Dazu haben die beiden Wissenschaftler des Boston College 4.003 ICO-Projekte untersucht, die seit Anfang 2017 durchgeführt wurden und insgesamt 12 Milliarden Dollar Kapital eingesammelt haben. Das Ergebnis: Innerhalb von nur 16 Tagen sollen Investoren im Schnitt 179 Prozent ihres Investments als Return bekommen haben.

Auch bei Projekten, die es nicht schafften, ihre Token nach 60 Tagen an einem Exchange zu listen, sollen Investoren ordentlich Gewinn gemacht haben, und zwar im Schnitt 81 Prozent. Nach der Listung an einer Börse sollen Investoren innerhalb von 30 Tagen 48 Prozent an Umsatz verzeichnet haben.

Schwächelnder Markt

Da die Daten der Analyse von Benedetti und Kostovetsky auch in den Zeitraum Ende 2017 und Anfang 2018 fallen, sind diese Zuwächse für Investoren nicht überraschend. Vom Zugpferd Bitcoin angetrieben, sind die Kurse vieler Krypto-Assets nahezu explodiert. Zu den Bestzeiten Anfang Jänner ist die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen auf 830 Milliarden Dollar geschossen – und dann sehr schnell wieder eingebrochen. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung bei rund 245 Milliarden Dollar und ist somit innerhalb weniger Monate um mehr als 70 Prozent eingebrochen.

Wie berichtet soll dieser Höhenflug auf Basis einer Manipulation passiert sein, wie ein Forscherteam der University of Texas rund um Professor John Griffin herausgefunden haben will. Für die Manipulation soll die an den Dollar gebundene Kryptowährung Tether verwendet worden sein – eine virtuelle Währung, die laut den „Paradise Papers“ von den Gründern der Kryptobörse Bitfinex in die Welt gesetzt wurde.

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