EquiLibre erhält Bewertung von 438 Millionen Euro für AI-Trading-Skalierung
Das Prager Startup EquiLibre Technologies hat laut EU-Startups seine Series A-Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von mehr als 438 Millionen Euro abgeschlossen. Die Jungfirma ist auf Reinforcement Learning für Finanzmärkte spezialisiert. Creandum hat die Runde angeführt. Der Großteil des Kapitals fließt in Rechenleistung: EquiLibre baut einen massiven Compute-Cluster auf.
Founder waren früher bei DeepMind
„Trading ist eines der wenigen Felder, in denen Technologie das gesamte Spiel ausmacht. Es gibt keinen Verkaufszyklus, und keine Marketingausgaben können ein schwaches Produkt retten. Der Markt ist der Richter, und das Urteil wird jede Millisekunde aktualisiert“, erklärt Mitgründer Martin Schmid. „Die Frage ist nicht mehr, ob dieser Ansatz funktioniert. Es geht darum, wie groß er werden kann. Wir haben die Technologie in den größten und liquidesten Märkten der Welt bewiesen.“
EquiLibre ist 2022 an den Start gegangen. Die Founder hatten zuvor bei DeepMind gearbeitet und das Team hinter DeepStack gebildet. Dabei handelt es sich um das erste AI-System, das professionelle Spieler:innen im No-Limit-Poker besiegte. Nach Tests im Krypto-Bereich wechselte das Unternehmen zu traditionellen Finanzmärkten.
Agenten handeln mit Milliardenbeträgen
Anfang 2025 ging EquiLibre live und setzte nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen Reinforcement-Learning-Agenten auf den größten und kompetitivsten Finanzinstrumenten der Welt ein. Diese Agenten sollen mittlerweile täglich Milliarden Dollar handeln. Sie hatten laut EquiLibre noch nie einen negativen Monat.
Die nicht offengelegte Summe der Series A ermöglicht den Ausbau der Compute-Infrastruktur. Das Team plant zudem, in den kommenden Monaten am Prager Hauptsitz in Research- und Engineering-Rollen zu wachsen.
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EquiLibre will globales Unternehmen werden
„Dies ist die größte Investition, die wir je getätigt haben, was den Glauben zeigt, den wir in die zukünftige Skalierung der Technologie haben“, sagt Cameron Sellers, Vice President bei Creandum. „EquiLibre macht das, was die besten Frontier-Labs tun: Sie wählen eine Domäne, in der die Feedback-Schleife brutal und ehrlich ist, und lassen die Technologie für sich selbst sprechen.“
Martin Schmid ergänzt: „Wir wollen von Prag aus ein globales Unternehmen aufbauen. Wir sind mit Abstand das spannendste Unternehmen, das hier an der Frontier der angewandten KI-Forschung arbeitet. Unsere Ambitionen sind global, und wir wollen das weltweit führende KI-Trading-Unternehmen aufbauen.“

