Isaac 1: Neuer US-Roboter macht Betten und faltet Wäsche
Das US-Startup Weave Robotics hat mit Isaac 1 einen Roboter vorgestellt, der verschiedene Aufgaben im Haushalt erledigen soll. Beispielsweise soll die Maschine in der Lage sein, Betten zu machen, Kleidung zu falten und ein Zimmer aufzuräumen. Der Roboter soll ab Herbst 2026 im US-Bundesstaat Kalifornien verfügbar werden. 2027 ist ein US-weiter Rollout geplant. Ob Isaac 1 auch nach Europa kommt, ist noch nicht bekannt.
Isaac 1 erledigt mühsame Aufgaben
Bei Isaac 1 handelt es sich um einen mobilen Roboter, der auf Rädern fährt und einen humanoiden Oberkörper hat. Mit je zwei Fingern an seinen Händen soll die Maschine in der Lage sein, Gegenstände aufzuheben und mit ihnen zu interagieren. Der Apparat hat eine Akku-Laufzeit von acht Stunden, der Ladevorgang beträgt zwei Stunden.
„Isaac 1 ist genau der Roboter, den wir bei der Gründung von Weave entwickeln wollten: Es ist der Roboter, den wir uns für unsere eigenen vier Wände gewünscht haben. Er wurde entwickelt, um Ihnen die mühsamsten Aufgaben im Haushalt abzunehmen, damit Sie sich darum nicht kümmern müssen. Dabei fügt er sich nahtlos in Ihr Zuhause ein, egal ob er gerade arbeitet oder ruht“, heißt es von der Jungfirma.
Mensch ergreift bei Bedarf Kontrolle durch Fernsteuerung
Bei dem neuen Roboter handelt es sich um das Nachfolgemodell von Isaac 0, den Weave seit Februar an Privathaushalte und Unternehmen in ganz Kalifornien ausliefert. Laut dem Startup hat dieses erste Modell bereits über zweitausend Stunden lang Wäsche zusammengefaltet und faltet jede Woche mehr als 400 Kilogramm Wäsche zusammen.
Wie bei vielen humanoiden Robotern muss man auch bei Isaac 1 bestimmte Fragen stellen. Zunächst einmal ist wichtig, wie autonom die Maschine wirklich funktioniert. Laut Weave Robotics ergreift ein Mensch bei Bedarf durch Fernsteuerung Kontrolle über den Apparat, um „sicherzustellen, dass wir die Aufgaben vollständig erledigen.“
Neo: „Autonomer“ Haushaltsroboter braucht noch menschliche Piloten
Weave Robotics verspricht Transparenz bei Datenschutz
Die Maschine soll mit der Zeit lernen und besser werden. Weave Robotics zufolge ist es für den Lernprozess wichtig, dass die Maschine in der Praxis zum Einsatz kommt. Damit erinnert das Startup an andere Jungfirmen, die Vorstöße in den Bereich der humanoiden Robotik wagen, wie beispielsweise 1X aus Norwegen mit seinem „Neo“ (wir berichteten).
Eine weitere wichtige Frage dreht sich um den Datenschutz. Damit der Roboter lernen kann, braucht er Daten, die er im Haushalt der Kund:innen sammelt. Weave Robotics versichert jedoch, dass es immer transparent sein soll, wann die Maschine Daten sammelt. Isaac 1 öffnet sichtbar seine Augen, wenn er aktiv wird, wodurch Kund:innen sehen sollen, wenn er ihren Haushalt „beobachtet“.
US-Kund:innen können Isaac 1 bereits vorbestellen. Der Roboter kostet 7.999 Dollar und kommt mit einem optionalen Premium-Abonnement von 99 Dollar pro Monat, das regelmäßige Updates beinhält. Alternativ können Kund:innen den Roboter auch in einem Abonnement von 449 Dollar pro Monat bezahlen.
