Österreich

Hitbox: Speedinvest führt 4-Millionen-Dollar-Investmentrunde in das Wiener Gaming-Start-up an

Anderen Beim Computerspielen zuschauen ist ein Freizeitvergnügen für viele junge Menschen. © Hitbox
Anderen beim Computerspielen zuschauen ist ein Freizeitvergnügen für viele junge Menschen. © Hitbox

Erst kürzlich im Interview angedeutet, ist heute bekannt geworden, dass der Wiener Risikokapitalgeber Speedinvest eine Investmentrunde im Rahmen von 4 Mio. US-Dollar in das Wiener Gaming-Start-up Hitbox anführt. Weiters an Bord sind die Firmen Wargaming (Macher von „World of Tanks“) sowie North Base Media, außerdem sind einige Business Angels eingestiegen. Speedinvest-Chef Oliver Holle wollte vergangene Woche nicht verraten, in welche österreichischen Start-ups man Beträge aus dem 58-Millionen-Euro-Fonds stecken wird. Bei Hitbox ist man schon seit 2014 an Bord, als man bei einer Investmentrunde von einer Million US-Dollar mit an Bord kam.

Hitbox hat sich auf das Streamen von Videospielen ins Internet spezialisiert, auf der Plattform konnte man etwa die Tetris-Weltmeisterschaften live mitverfolgen. In Südkorea, aber auch anderen Teilen der Welt ist das Zuschauen von Gamern, die Videospiele zocken, zum Freizeitvergnügen geworden. Der Online-Händler Amazon hat sich 2014 den Marktführer in dem Bereich, Twitch.tv, um fast eine Milliarde US-Dollar gekauft. Twitch.tv wird dabei mittlerweile zunehmend zur Video-Plattform aufgebaut, auf der es neben Games auch andere Inhalte (z.B. die hypnotisierenden Bob-Ross-Malereisendungen) zu sehen gibt.

eSports bald ein Milliardenmarkt

In einer offiziellen Stellungnahme zum Investment meint Speedinvest-Chef Holle: „eSports ist ein explodierender Markt und Hitbox ist der Top-Herausforderer, der Marktanteile von vormaligen Monopolisten wie Twitch und anderen gewinnen kann.“ Wichtig bei Hitbox ist die Technologie, mit der mittlerweile gearbeitet wird: Gaming-Videos können in hoher 4K-Auflösung bei 60 fps gestreamt werden. Gestreamt werden Titel wie „League of Legends“, „The Witcher“ oder „Super Mario 3“, die Zuseher können neben den Videos ihre Kommentare abgeben.

Sollte sich Hitbox auch nur einen kleinen Marktanteil sichern, wäre das ein gutes Geschäft: Der eSports-Markt soll laut SuperData Research von heuer etwa 750 Mio. US-Dollar auf 1,9 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018 anwachsen. Geld gemacht werden kann mit Werbung und Sponsoring, da Marketer über die Streaming-Plattformen ein junges Zielpublikum für ihre Produkte erreichen wollen. Außerdem gibt es User, die sich Abonnements leisten, um Zugang zu Premium-Inhalten von beliebten Gamern zu bekommen, denen sie unbedingt zusehen möchten.

Für Hitbox-Chef und -Mitgründer Martin Klimscha arbeiten heute rund 30 Personen. Am Standort Wien werden aktuell Designer, Entwickler und Marketingexperten gesucht, um bei Ausbau der Plattform schnell voranzukommen, außerdem soll ein Büro in den USA aufgemacht werden.

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