Personalie

Michael Saylor tritt nach BTC-Milliardenverlust als MicroStrategy-CEO ab

Michael Saylor, CEO von MicroStrategy. © M. Saylor
Michael Saylor, CEO von MicroStrategy. © M. Saylor

Er hat sich seit dem Krisenjahr 2020 zum Oberprediger der Bitcoiner gemausert und sein Software-Unternehmen MicroStrategy zu größten BTC-Investor der Welt gemacht. Doch das Hochrisiko-Investment in die Kryptowährung hat sich nur zwischenzeitlich ausgezahlt, als es den Aktienkurs des eher unbedeutenden Software-Unternehmens zeitweise hochtrieb. Nun tritt Saylor, der die Rolle des CEOs seit 1989 innehatte, von seinem Posten zurück.

Gleichzeitig muss die börsennotierte MicroStrategy von einem knappen Milliardenverlust durch Bitcoin in den Quartalszahlen berichten. Es sind satte 917,8 Millionen Dollar Wertminderung, die das Unternehmen wegen dem Krypto-Crash im zweiten Quartal 2022 hinnehmen muss. Der Verlust erklärt sich folgendermaßen: Seit August 2020 hat MicroStrategy 129.699 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 30.664 Dollar je Coin gekauft. Als Bitcoin im November 2021 sein Allzeithoch von 68.000 Dollar erreichte, lag der Gesamtwert der Bitcoin-Bestände des Unternehmens bei rund 8 Milliarden Dollar. Bei einem Bitcoin-Kurs derzeit etwa 23.000 Dollar beläuft sich der Wert der BTC-Bestände auf nur mehr 2,9 Mrd. Dollar.

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MicroStrategy: Herbe Verluste für den größten börsennotierten Bitcoin-Käufer

„Abgesandter der globalen Bitcoin-Community“

Saylor wird allerdings im Unternehmen nicht abgesägt, vielmehr wird er dort weiterhin als Executive Chairman fungieren. Der bisherige CFO Phong Le steigt zum neuen CEO der Software-Firma auf und wird sich dort ums Operative kümmern. Währenddessen wird sich der mittlerweile 57 Jahre alte Saylor voll auf seine Rolle als Bitcoin-Advokat konzentrieren. „Mein Fokus liegt auf der Bitcoin-Interessensvertretung und -Bildung, wie beim Bitcoin Mining Council, und darauf, Sprecher und Abgesandter der globalen Bitcoin-Community zu sein.“

Der Milliardenverlust durch die Bitcoin-Investments erschüttert allerdings nicht die grundlegende Ausrichtung des Unternehmens, wenn man Saylor GLauben schenken darf. Volatilität hätte man immer einkalkuliert. „Unsere Strategie ist es, langfristig zu kaufen und zu halten, das ist alles“, so Saylor. Wie bereits berichtet, hat Saylor im Rahmen eines Kredits für Microstrategy sogar einkalkuliert, dass BTC hinunter auf einen Preis von 3.562 Dollar rasseln könnte, bevor die Reißleine gezogen werden müsste.

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