Augmented Reality

Microsoft: AR-Headset-Auftrag von US-Militär vorläufig gestoppt

© Microsoft
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Im Jahr 2021 hat IT-Gigant Microsoft einen lukrativen Deal im Bereich Augmented Reality mit dem US-Militär an Land gezogen. Der Plan war, dass der Software-Konzern die United States Army mit einem sogenannten Integrated Visual Augmentation System (IVAS) ausstatten. Die AR-Brille HoloLens, die ursprünglich für zivile Zwecke entwickelt wurde, sollte somit als Militärgerät dienen. Satte 21,9 Milliarden Dollar über die kommenden zehn Jahre sollte das Auftragsvolumen betragen (wir berichteten). Nun ist dieser Deal laut Heise aber vorerst ins Wasser gefallen.

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Kopfschmerzen und Übelkeit bei Soldat:innen

Die für das US-Militär produzierte Kampfbrille auf Basis der HoloLens 2 soll nach ersten umfassenden Tests im vergangenen Sommer schwere Mängel offenbaren. Deswegen hat die Army den Auftrag vorläufig gestoppt, Microsoft muss hier nun nacharbeiten. Der US-Kongress hat laut Bloomberg jedoch dem Militär gestattet, für die Verbesserungen 40 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen.

Bei den ersten Tests im vergangenen Sommer zeigten sich viele Probleme bei IVAS. Über 80 Prozent der 70 Soldat:innen hätten bei der Übung bereits in den ersten drei Stunden über körperliche Beschwerden geklagt. Die Probleme aufgrund des Tragens der Kampfbrille, die zahlreiche Funktionen beinhaltet, reichte demnach von Kopfschmerzen und überanstrengten Augen bis hin zu Übelkeit.

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US-Kongress genehmigt 40 Mio. Dollar für Verbesserung

Ein weiterer Soldat sprach in einem früheren Bericht sogar von Lebensgefahr. Da das Display ständig Informationen anzeige und dadurch permanent beleuchtet sei, seien Träger der Datenbrille im Dunkeln trotz Abschirmung ein leichtes Ziel für Feinde. Der Test fand in drei 72-Stunden-Übungen statt, bei dem eine Bewegung auf einen Feind, eine Angriffs- und eine Verteidigungsmission simuliert wurden. Neben den genannten Symptomen weise das System zu viele Ausfälle wesentlicher Funktionen auf.

Der Kongress hat daraufhin den Antrag der US-Armee auf 400 Millionen Dollar für bis zu 6.900 weitere Kampfbrillen abgelehnt. Aus den für das US-Militär bewilligten Haushaltsmitteln bekommt Microsoft nun 40 Millionen Dollar für die Entwicklung einer verbesserten Version. Bereits Ende Dezember bekam der Hersteller Berichten zufolge 125 Millionen Dollar für die Entwicklung der Version 1.2 der HoloLens-Kampfbrille, die weniger Energie benötigen, verlässlicher arbeiten und einen neuen Formfaktor inklusive besseren Tragekomfort erhalten soll.

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Microsoft könnte Deal immer noch retten

Die Army will eigenen Angaben zufolge IVAS in diesem Jahr ab September schrittweise einführen. Dabei sollen die Lieferaufträge für die Produktion von IVAS 1.2 allerdings erst nach einer Qualifizierung und Betriebsprüfung erteilt werden. Insgesamt, so der Plan der US-Streitkräfte, könnte Microsoft über ein Jahrzehnt aber immer noch bis zu 21,9 Milliarden Dollar für 121.000 Geräte, Ersatzteile und Support einnehmen. Jedoch muss der Konzern dafür die Brillen deutlich optimieren.

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