Pre-Seed-Finanzierung

NeoCarbon: Berliner Climate-Tech-Startup erhält 1,25 Mio. Euro

Die NeoCarbon-Gründer René Haas und Silvain Toromanoff © NeoCarbon
Die NeoCarbon-Gründer René Haas und Silvain Toromanoff © NeoCarbon

NeoCarbon, ein in Berlin ansässiges Climate-Tech-Startup, baut Direct Air Capture (DAC)-Geräte zur Aufnahme von CO2-Emissionen in Kühltürme im Industriesektor ein. Die 2021 gegründete Jungfirma hat nun laut TechCrunch eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 1,25 Millionen Euro erhalten. Durch die DAC-Kits in den Kühltürmen soll es möglich sein, die Kosten für den Abbau von Kohlenstoffemissionen deutlich zu senken.

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NeoCarbon plant Anfang 2023 Pilotprojekt

PropTech1 und Speedinvest haben die Finanzierungsrunde geleitet. Außerdem beteiligt war die Venture Capital-Firma Antler. Das frische Kapital will NeoCarbon für die nächste Entwicklungsphase verwenden. Die Jungfirma will ihr im Labor erprobtes Konzept in einen Pilotprototyp in einer kommerziellen Anlage umwandeln. Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres will das Startup dieses Vorhaben umsetzen. Ebenfalls soll das Geld zur Erweiterung des Ingenieurteams dienen.

Der anfängliche Schwerpunkt liegt auf der Nachrüstung von DAC für kleinere industrielle Kühltürme. Längerfristig soll die Technologie aber auch für größere Türme funktionieren. „Unser Sweet Spot in den nächsten zwei bis drei Jahren wird 1-10 Megawatt Kühlleistung sein“, sagt Mitgründer und CTO Silvain Toromanoff im Gespräch mit TechCrunch. „Und das sind bereits Tausende von Tonnen an Erfassungspotenzial pro Jahr.“

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Direct Air Capture soll „massentauglich“ werden

Ein großes Hindernis für die Verbreitung von DAC sind laut dem Startup die Kosten für die Umsetzung. Die Taktik von NeoCarbon zur Senkung dieser Kosten besteht darin, sich auf die Wiederverwendung bestehender industrieller Infrastrukturen zu konzentrieren. Daher behauptet das Unternehmen, dass es in der Lage ist, die Ausgaben für DAC um das bis zu Zehnfache zu senken – was die Technologie „massentauglich“ machen soll.

Wichtig ist die Frage, was man mit dem abgeschiedenen CO2 macht. Kurzfristig will sich NeoCarbon auf Standorte konzentrieren, an denen das abgeschiedene CO2 von der Industrieanlage selbst weiterverwendet werden kann. Dazu gehören vertikale Farmen (die CO2 zur Fütterung von Pflanzen verwenden) oder Hersteller von kohlensäurehaltigen Getränken. Längerfristig plant Toromanoff Partnerschaften mit Anlagen, die das abgeschiedene CO2 in permanente Kohlenstoffspeicher einspeisen, sodass eine tatsächliche Sequestrierung stattfinden kann.

Auch will NeoCarbon die Hersteller von Kühltürmen selbst ansprechen. „Wir gehen von Branche zu Branche, so dass wir unser Produkt zu Beginn auf einen oder eine begrenzte Anzahl von Sektoren zuschneiden und dann erweitern können. Und dann haben wir natürlich auch mit allen großen Global Playern in der Kühlturmherstellung Kontakt aufgenommen“, sagt Toromanof. „Wir entwickeln derzeit eine Absichtserklärung mit mindestens einem von ihnen, was bedeutet, dass wir unser Produkt zusammen mit ihren Kühltürmen entwickeln könnten.“

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