Erneuerbare Energien

oekostrom AG: Hersteller von sauberem Strom kann Gewinn 2022 fast verzehnfachen

Ulrich Streibl und Hildegard Aichberger, Vorstand der oekostrom AG. © thomaskirschner.com
Ulrich Streibl und Hildegard Aichberger, Vorstand der oekostrom AG. © thomaskirschner.com

Die oekostrom AG, die im Jahr 1999 an den Start ging, versteht sich als Vorreiter der Energiewende in Österreich. Sie erzeugt und liefert Erneuerbare Energien und ist heute nach eigenen Angaben die größte unabhängige Energiedienstleisterin in Österreich. Der Wachstumskurs der oekostrom AG hat sich 2022 deutlich verstärkt. Dem Unternehmen zufolge konnte man den Rückenwind für saubere Stromerzeugung nutzen und ein deutliches Wachstum in allen Geschäftsbereichen verzeichnen. Das Jahresergebnis kann sich sehen lassen: Mit 10,2 Millionen Euro liegt es wesentlich über dem von 2021 von 1,5 Millionen Euro und dem der vorigen Jahre.

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Windpark Parndorf größtes Unternehmensprojekt

Meilenstein des Jahres war die Umsetzung des bisher größten Windprojekts der Unternehmensgeschichte, das Repowering des Windparks Parndorf. Finanziert hat sich das Projekt unter anderem über eine Kapitalerhöhung. Hier konnte die oekostrom AG die Anzahl der Aktionär:innen um ein Drittel auf mehr als 3.000 steigern. Ebenfalls gab es einen deutlichen Zuwachs von 20 Prozent bei Kund:innen auf rund 91.000.

Die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenstrom lag trotz des Umbaus in Parndorf mit 107 GWh etwas über dem Vorjahresniveau. Den Höhepunkt von 2019 mit 117 GWh konnte man jedoch noch nicht wiederholen. Eigene sowie vertraglich gesicherte Drittkraftwerke (u.a. 33 Windparks, 74 Kleinwasserkraftwerke und 1.806 PV-Anlagen) mit einer Gesamtleistung von 354 MW liefern ihren sauberen Strom aus Österreich in die Bilanzgruppe der oekostrom AG ein und tragen so zur Versorgung aller Kund:innen bei. Die Energieabsatzmenge ist auf 398 GWh gestiegen.

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oekostrom AG will Erzeugungskapazitäten steigern

Im kommenden Unternehmensjahr plant die oekostrom AG den weiteren Ausbau der Erzeugungskapazitäten um mindestens 10 Prozent. Darüber hinaus will man ein Kund:innenwachstum auf mindestens 98.000 Zählpunkte erreichen. Hildegard Aichberger und Ulrich Streibl, das Vorstandsteam der oekostrom AG, sehen sich in ihrem Weg bestätigt: „Die oekostrom AG ist im Jahr 1999 aus der Anti-Atom und Klimaschutzbewegung entstanden. Saubere Energieformen sind die einzige Antwort auf die Klimakrise. Fossile Energie zerstört unser Klima und ist inzwischen viel teurer als Erneuerbare. Nur eine Vollversorgung mit sauberer Energie sichert günstige Energiepreise und schützt die Menschen vor der zerstörerischen Erderhitzung.“

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben ein außergewöhnlich starkes Jahr hinter sich. Auch der Aktienpreis reflektiere diese Entwicklung. Im Jahresdurchschnitt sei dieser um 33 Prozent von 27,21 Euro im Jahr 2021 auf 36,32 Euro gewachsen – und habe sich in fünf Jahren nahezu vervierfacht. Auf Basis des Jahresergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von EUR 0,40 / Aktie vor. Dies sei, wie in der Vergangenheit üblich, eine moderate Ausschüttung.

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Neues Windrad in Deutschland geplant

Mit diesen Ergebnissen will die oekostrom AG nun in den Ausbau des Wind- und PV-Portfolios in Österreich und im benachbarten Ausland investieren. So soll unter anderem in diesem Frühjahr in Deutschland ein Windrad der 4 MW-Klasse entstehen. Auch in der Slowakei sind weitere Projekte geplant. „Wir stocken auch unser Team kontinuierlich auf, denn ein rascher und kraftvoller Umbau unseres Energiesystems braucht nicht nur Mut, Engagement und Kapital, sondern auch viele Köpfe, die mitdenken und viele Hände, die zupacken und gemeinsam an einem Strang ziehen,“ sagen Aichberger und Streibl.

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