Verteuerung

Ukraine-Krise: Inflation im Euro-Raum auf 5,8 Prozent gestiegen

Die Inflation steigt weiter. © Imelda on Unsplash
© Imelda on Unsplash

Im Februar betrug die Inflationsrate in der Eurozone 5,8 Prozent, womit sie im Vergleich zum Stand von Jänner (5,1 Prozent) klar gestiegen ist. Das besagt eine Schätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Der wohl größte Faktor bei dieser Entwicklung war der Anstieg der Energiepreise. Mit dem Ukraine-Krieg und den Sanktionen gegen Russland könnte die entsprechende Inflation in den kommenden Monaten noch einmal deutlich ansteigen.

Inflation: Die Ursachen – die Auswirkungen – die Gegenmaßnahmen

Energiepreise treiben Inflation massiv an

Noch im Jänner lag die Inflationsrate im Energiebereich bei 28,8 Prozent, im Februar ist sie auf 31,7 Prozent gestiegen. Bei keinem anderen wirtschaftlichen Sektor ist die Verteuerung auch nur annähernd so hoch. Auf Platz Zwei liegen laut Eurostat „Lebensmittel, Alkohol und Tabak“ mit einer Rate von 4,1 Prozent im Februar gegenüber 3,5 Prozent im Jänner. „Industriegüter ohne Energie“ stiegen auf drei Prozent gegenüber 2,1 Prozent im Jänner, Dienstleistungen auf 2,5 Prozent gegenüber 2,3 Prozent im Jänner.

Für Österreich hat Statistik Austria eine ähnliche Schätzung bekanntgegeben, sie geht sogar von einer Inflationsrate von 5,9 Prozent aus. Das bedeutet gegenüber dem Vormonat eine Steigerung von 1,3 Prozent. Auch hier ist eindeutig der Energiesektor der entscheidende Aspekt in der Verteuerung. „Steigende Treibstoff- und Energiepreise heizen die Inflation derzeit weiter an“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Schon Anfang Februar ging Statistik Austria von einer Inflationsrate von 5,1 Prozent aus – der höchste Wert seit November 1984 (Trending Topics berichtete).

Inflation erreicht in Österreich 5,1% – höchster Wert seit 37 Jahren

EZB tagt nächste Woche – neue Prognosen erwartet

Im Zuge des Ukraine-Kriegs dürfte sich der Preisauftrieb bei der Energie noch weiter verstärken. Laut dem Handelsblatt kostete Brent-Öl am Mittwoch Vormittag mehr als 110 Dollar pro Barrel. Seit dem Sommer 2014 hatte es diesen Preis nicht mehr erreicht. Diese Entwicklungen wirken sich auch unmittelbar auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Angesichts der hohen Inflation im Euro-Raum will das Finanzinstitut die Geldpolitik bald straffen. Auch Zinserhöhungen im laufenden Jahr sind möglich.

In der kommenden Woche steht die nächste Ratssitzung der EZB an. Die Notenbank könnte schon dort auf die Folgen Ukraine-Kriegs eingehen. Diese sind in der aktuellen Politik nämlich noch nicht berücksichtigt. Bereits seit vielen Monaten liegt die Inflationsrate im Euro-Raum über der Zielmarke der EZB, die auf mittlere Sicht zwei Prozent anstrebt. Im Dezember hatte die Notenbank noch einen Rückgang der Teuerungsrate auf jeweils 1,8 Prozent in den Jahren 2023 und 2024 vorhergesagt. Doch nächste Woche könnten die Prognosen deutlich anders aussehen.

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