EY-Studie

Weltweite IPOs haben sich im zweiten Quartal verdreifacht

© EY Österreich
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Nach dem verhaltenen Corona-Jahr 2020 findet in diesem Jahr weltweit ein regelrechter Boom an Börsengängen statt. Laut einer Erhebung von EY wagten im zweiten Quartal insgesamt 589 Unternehmen das IPO – dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Das Emissionsvolumen kletterte um 152 Prozent auf 106 Milliarden US-Dollar. Das stärkste Wachstum fand in Europa statt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich die Zahl der IPOs von 27 auf 142 mehr als verfünffacht, das Emissionsvolumen stieg von 6,4 auf 21,1 Milliarden US-Dollar (plus 228 Prozent).

„Regelrechter Ansturm aufs Parkett“

„Die hohen Bewertungsniveaus und eine geringere Volatilität sorgen derzeit für ein positives Investorensentiment und einen regelrechten Ansturm aufs Parkett. Vieles spricht dafür, dass 2021 ein sehr erfolgreiches IPO-Jahr wird. Das liegt auch daran, dass derzeit das Risiko geopolitischer Schocks als gering eingeschätzt wird – die US-Wahl und der Brexit liegen hinter uns, insgesamt stehen die Zeichen eher auf Beruhigung. Zudem ist nach wie vor ungeheuer viel Liquidität im Markt“, sagt Gerhard Schwartz, Partner und Leiter des Assurance-Bereichs bei EY Österreich.

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Erneut fanden die meisten Börsengänge in China (einschließlich Hongkong) statt. Im zweiten Quartal wagten dort 161 Unternehmen den Schritt an die Börse. Das waren 81 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Emissionsvolumen stieg um 66 Prozent auf 30,9 Milliarden Dollar. In Hongkong legte die Kurzvideoplattform Kuaishou Technology im Februar mit einer Bewertung von 6,2 Milliarden Dollar den bislang größten Börsengang des Jahres hin. Auch in den USA entwickelte sich das IPO-Geschehen sehr dynamisch. Die Zahl der IPOs hat sich von 41 auf 114 mehr als verdoppelt. Das Emissionsvolumen stieg von 15,2 auf 37,1 Milliarden Dollar.

IPOs von Tech-Unternehmen begehrt

Im ersten Halbjahr 2021 zogen vor allem Tech-Unternehmen das Interesse der Investoren auf sich. Etwa jeder vierte Börsengang weltweit und sogar 39 Prozent des gesamten Emissionsvolumens entfielen auf Technologiefirmen. „Der Digitalisierungstrend, der durch die Pandemie nochmal enorm verstärkt wurde, rückt digitale Geschäftsmodelle in den Mittelpunkt des Investoreninteresses“, beobachtet Schwartz.

Direct Listing: Die kleine Schwester des IPO wird immer attraktiver

Bislang gab es 2021 noch keine IPOs in Wien. Dafür gibt es laut EY starke Listings-Aktivitäten bei den Anleihen. Im ersten Halbjahr 2021 wurden laut der Erhebung mit 3.200 Bonds bereits mehr Anleihen in den Handel einbezogen als im gesamten Vorjahr. Die Wiener Börse habe sich mit dem Vienna MTF in Europa zu einer festen Größe als Anleihen-Listings-Platz etabliert. Bei österreichischen Unternehmen seien vor allem Green Bonds zunehmend sehr beliebt.

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