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Aptos: Holpriger Start für die neueste VC-Chain, die Solana herausfordert

Mo Shaikh und Avery Ching von Aptos. © Aptos Labs
Mo Shaikh und Avery Ching von Aptos. © Aptos Labs

Wenn man so will, dann leben Mark Zuckerbergs einstige Krypto-Pläne in diesem Projekt weiter. Denn aus den Überresten des Stablecoin-Projekts Libra/Diem ist das nunmehr gestartete Layer-1-Projekt Aptos hervorgegangen. Dieses will, ähnlich wie auch Ethereum, Solana, Avalanche oder Cardano, eine Blockchain mit schnellen günstigen Transaktionen bieten, auf der andere Entwickler:innen ihre dApps bauen können.

So weit, so gut. Nachdem im März 2022 eine Reihe namhafter Investor:innen satte 200 Millionen Dollar (Bewertung: 1 Milliarde Dollar) in Aptos Labs investiert haben, ist die Blockchain samt zugehörigen APT-Token nun gestartet. Geleitet wird das Vorhaben von Mo Shaikh und Avery Ching, die beide zuvor bei Facebook waren und dort mit dem Diem-Projekt begannen. Web3-Entwickler:innen werden von Aptos Labs mit potenziell mehr als 100.000 Transaktionen pro Sekunde sowie einer eigenen Programmiersprache namens Move gelockt.

Doch was am Papier ganz gut aussieht, entpuppt sich in der Praxis als durchwachsene Angelegenheit. Beim Launch des Mainnets, auf dem der APT-Token läuft, wurde schnell klar, dass die 100.000 TPS Zukunftsmusik sind. Wie man im Block Explorer sieht, handelt es sich eher um ein Dutzend TPS, wobei da dann auch noch die Übertragung von Metadaten und Status-Checks beinhaltet sind und keine echten Transaktionen. Laut Shaikh werde sich das aber ändern, wenn neue Projekte online kommen würden – noch sei es sehr früh.

Aptos: Facebooks Blockchain-Träume werden mit 200 Mio. Dollar wieder belebt

VCs kauften bereits ordentlich Token ein

Der zweite große Kritikpunkt von Aptos sind die Tokenomics – also die Verteilung der Token an unterschiedliche Stakeholder im Ökosystem. Da zeigt sich, dass die ominöse „Community“ nur knapp über 50 Prozent der Token bekommen soll, der Rest verteilt sich auf die Gründer:innen, Haupt-Entwickler:innen, die Stiftung und nicht zuletzt die Investor:innen:

Category % of Initial Token Distribution Initial Tokens
Community 51.02% 510,217,359.767
Core Contributors 19.00% 190,000,000.000
Foundation 16.50% 165,000,000.000
Investors 13.48% 134,782,640.233

Und genau deswegen muss sich Aptos den gleichen Vorwurf gefallen lassen wie andere Projekte wie Solana – nämlich dass es eine VC-Chain sei. Venture Capitalists bzw. Krypto-Unternehmen wie Andreessen Horowitz Multicoin Capital, Katie Haun, 3 Arrows Capital, ParaFi Capital, IRONGREY, Hashed, Variant, Tiger Global, BlockTower, FTX Ventures, Paxos und Coinbase Ventures haben sich demnach bereits etwa 13,5 Prozent aller APT-Token geschnappt, bevor diese überhaupt auf den Markt kamen.

Denn der APT-Token selbst kann von Retail-Investor:innen erst seit wenigen Stunden an Exchanges wie Binance, FTX, Huobi Global, KuCoin, Kraken oder Coinbase handeln. Pro Token werden aktuell etwa 8 Euro gezahlt, was bei einer Menge von insgesamt 130 Millionen APT eine Marktkapitalisierung von einer Milliarde Euro macht. Aptos gehört damit vom Start weg zu den 50 größten gelisteten Krypto-Projekten – muss aber noch viel Überzeugungsarbeit leisten.

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