Startup-Investments

Austrian Business Angel Summit 2024: Investor:innen entdecken Impact und DeepTech

Investor:innen unter sich: Zehn Jahre Learnings aus Angel Investments. Fest steht: DIE EINE Erfolgsformel gibt es nicht. © Trending Topics/Antonia Rinesch
Investor:innen unter sich: Zehn Jahre Learnings aus Angel Investments. Fest steht: DIE EINE Erfolgsformel gibt es nicht. © Trending Topics/Antonia Rinesch
Startup Interviewer: Gib uns dein erstes AI Interview Startup Interviewer: Gib uns dein erstes AI Interview

Über 100 nationale und international Investor:innen trafen am 4. und 5. Juli beim Austrian Business Summit 2024 in Kitzbühel zusammen. Beim 10-Jahres-Jubiläum hatten dabei 12 Startups die Möglichkeit, ihre Use-Cases vor dem kapitalstarken Publikum zu pitchen, um sich im Anschluss direktes Feedback von Expert:innen zu holen und ein mögliches Investment zu besprechen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Austria Wirtschaftsservice und der Standortagentur Tirol. In den Vorjahren seien Investitionen zwischen 100.000 und 2,3 Mio. Euro in Startups geflossen, die Teil des Summits waren.

Die auserwählten Startups

Insgesamt soll es 150 Startup-Bewerbungen gegeben haben. Eine für das Business Angel Summit zusammengestellte Expert:innen-Jury wählte davon 12 aus, die vor Ort an zwei Tagen vor und nach Panels und Keynotes pitchen durften. Die Voraussetzung: Das Produkt oder Service hat bereits Marktreife erlangt. Sechs der Startups stammen aus dem DeepTech-Bereich, darunter txture.io, GMD, Biomotion Technologies, royos joining solutions, Vienna Textile Lab und ParaStruct. Aber auch Startups aus anderen Themenbereichen wie Energietechnologie, Robotics, Food- und MedTech sowie künstliche Intelligenz waren am diesjährigen Austrian Business Angel Summit am Start: Wastics, 21energy, Sugera by Smiling Food, ViraTherapeutics, Schubu und UpStrive. 

How to f*ck up angel investments und DeepTech vs Business Model Hyperscaling

Die Panelist:innen Christiane Holzinger von G Capital, Christiane Feichter von AKELA, Alex von Frankenberg mit High-Tech Gründerfonds und Benjamin Ruschin von Big Cheese Ventures diskutierten am vergangenen Wochenende zum einen über ihre Learnings aus fehlgeschlagenen Investments beziehungsweise darüber, wie sich diese verhindern lassen. Investor:innen teilten Einblicke in ihre Portfolios sowie in Startup-Erfolgsgeschichten, an denen sie beteiligt waren. 

Im Panel zum Thema DeepTech wurden die Erfolgschancen von Investments in DeepTech und Software-Solutions analysiert. Das Fazit: DeepTech ist teuer, langwierig und skaliert nicht so schnell. Trotzdem handelt es sich um eine der reizvollsten Branchen für Investor:innen, die nach etwas Langfristigem suchen. „Wenn man in Deeptech investiert, gelten andere Regeln”, war sich das Podium rund um Markus Ertler (AngelMe Ventures),  Laura Raggl (ROI Ventures), Eveline Steinberger (The Blue Minds Company) und Wilhelm Hüttenes (APEX Ventures) einig. Zum Beispiel sollte man sich bewusst sein, dass öfter Kapital in größeren Ticket-Sizes nachgeschossen werden muss. 

WaVe-X: Der österreichische Mobility- und Logistik-Investor im Talk

Sei 10 Jahren: Vernetzung im Startup-Ökosystem

Das Austrian Business Summit habe sich über die Jahre in der Startup-Szene etabliert und insgesamt bereits mehr als 200 Speaker:innen gehostet, verrät Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, über die Entwicklung des Events. „Die Vernetzung verschiedener Unternehmen aus Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch von Startups und potenziellen Investor:innen ist eine unserer Kernaufgaben. Umso mehr freut es uns, dass wir dieses erfolgreiche Format gemeinsam mit der aws über die vergangenen zehn Jahre weiterentwickeln und fest in der Branche verankern konnten“, so Hofer. Auch für Bernhard Sagmeister ist der Austrian Business Angel Summit eine der wichtigsten Veranstaltungen des Jahres, die die aws mitorganisiert. 

Zum Glück keine Seltenheit mehr: Auch Female-Investors waren zahlreich vertreten: I.d.M: Sophia Tran, Founder und CEO von Spotlight! Ventures. © Trending Topics
Zum Glück keine Seltenheit mehr: Auch Female-Investors waren zahlreich vertreten: I.d.M: Sophia Tran, Founder und CEO von Spotlight! Ventures. © Trending Topics

Akademische Spinoffs und internationale Risikokapitalgeber

„Gerade bei der Finanzierung stehen innovative, junge Startups vor großen Hürden. Als Förderbank des Bundes unterstützen wir gezielt mit finanziellen Mitteln in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung. Mit unseren Matching-Services vernetzen wir zudem mit den richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt”, so aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister. Wichtig sei vor allem, dass Business Angels in Kitzbühel die Chance bekommen, Startups zu treffen, die sie bis dato noch nicht gekannt haben. 

„Akademische Spinoffs sind ein Bereich, in dem wir jetzt gerade einen Akzent setzen wollen, da wir hier noch Entwicklungspotenzial sehen. Grundsätzlich wollen wir möglichst breit sein, wenn es um Innovationsfinanzierung geht und wir mit Risikokapital unterstützen. Wir achten darauf, dass die Strukturen unserer Finanzierungsinstrumente und -programme so aufgebaut werden, damit sie auch für internationale Risikokapitalgeber attraktiv sind.”

Anders Indset als Final Act: Investor und Wirtschaftsphilosoph aus Norwegen

Zum krönenden Abschluss rockte der Wirtschaftsphilosoph, Bestsellerautor und Investor Anders Indset die Bühne. Er sprach über die Startup-Landschaft in den nächsten Jahren und nahm das Publikum mit auf eine Reise in die Zukunft. Indset legte allen den österreichischen „Dugnat” ans Herz. Dabei handle sich dabei um „Ehrenamtlichkeit ohne Ehre und ohne Amt. „Wenn man sich bedingungslos für andere einsetzt und sie unterstützt, werden alle inklusive einem selbst besser werden.” Das gelte auch für die Startup-Szene, so der Wirtschaftsphilosoph. 

VERBUND X Accelerator: Startups und VCs aus den Bereichen Sensorik, Energie und KI gesucht

In seinem neuen Buch „Wikinger Kodex - Warum Norweger so erfolgreich sind" schreibt Investor Anders Indset übersein Erfolgsrezept. © Trending Topics/Julia Gerber
In seinem neuen Buch „Wikinger Kodex – Warum Norweger so erfolgreich sind“ schreibt Investor Anders Indset über
sein Erfolgsrezept. © Trending Topics/Julia Gerber

Details zu den 12 Top-Startups aus Österreich

txture.io

txture.io bietet eine Plattform für Cloud-Transformation, die Unternehmen dabei unterstützt, Multi-Cloud-Umgebungen zu migrieren und zu verwalten. Die Plattform konzentriert sich auf Cloud-Strategie, -Bewertung und -Migrationsprojekte, um effiziente und sichere Cloud-Übergänge zu gewährleisten​.

GMD

GMD ist ein Sensorik-Startup, das sich auf die Entwicklung smarter AI-Sensorlösungen für den Alpenraum spezialisiert hat – denn dieser hat kein echtes Frühwarnsystem für Naturkatastrophen. Die Sensoren werden in verschiedenen industriellen Anwendungen eingesetzt, um präzise Messungen und Überwachungen durchzuführen. ​

Biomotion Technologies

Die entwickelten 3D-Bioprinting-Systeme sind in der Lage, standardisiert und wiederholbar menschliches Gewebe herzustellen. Damit sollen „lebendige Implantate” reproduzierbar hergestellt und zugänglich gemacht werden. 

royos joining solutions

Das Grazer DeepTech Startup beschäftigt sich mit der Erforschung und Entwicklung eines Kunststoff-Metall-Rührschweißverfahrens. Die innovative Verbindungslösung eignet sich für verschiedene Industriezweige und soll eine effizientere und stärkere Verbindungen zwischen Materialien ermöglichen.

Vienna Textile Lab

Vienna Textile Lab nutzt Mikroorganismen, um „mit natürlichen Farbstoffen die nachhaltigsten Farben für die Textilindustrie zu entwickeln”. Diese Färbetechnologie reduziert die Umweltbelastung durch traditionelle Färbemethoden erheblich. 

ParaStruct

ParaStruct setzt auf 3-D-Druck, um Abfallmaterialien aus der Bauindustrie wie Sand und Staub in wiederverwendbare Bauteile zu verwandeln. Dadurch soll die Ressourcennutzung verbessert und Abfall reduziert werden. 

Wastics

Wastics hat eine Plattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Abfallprozesse digital zu verwalten, Umweltfolgen zu analysieren und Verwertungspotenziale zu identifizieren. Dadurch können Abfälle als wertvolle Ressourcen zurück in den Kreislauf geführt werden.

21energy

21energy bietet innovative Heizlösungen an, die das Heizen mit Bitcoin-Mining kombinieren, wodurch die Wärme effizient genutzt und gleichzeitig Bitcoin generiert wird. 

Sugera by Smiling Food

Das FoodTech Startup hat einen Zuckerersatz hergestellt, der Zucker 1:1 nachempfunden wurde. LIMAX2 ist sensorisch identisch mit Saccarose und imitiert den funktioniert wie Zucker.

ViraTherapeutics

Das als Spinoff gegründet Biotech-Startup entwickelt innovative Onkolytika, also Viren, die gezielt Krebszellen infizieren und zerstören, während gesundes Gewebe geschont wird. Geforscht wird an neuen Therapieformen für verschiedene Krebsarten. 

Schubu Systems

SchuBu Systems ist ein Wiener EduTech-Startup, das eine digitale Lernplattform für Kinder der ersten Sekundarstufe entwickelt hat. Die Inhalte richten sich nach dem Lehrplan.

UpStrive

UpStrive hat eine App zur Förderung der mentalen Gesundheit und des Wohlbefindens von Jugendlichen entwickelt. Die App bietet Funktionen wie Emotionstracking, Reflexionstagebuch, KI-Coaching und Resilienzkurse. 

1,5°C-Grenze wurde erstmals durchgehend für 12 Monate gesprengt

Die Auswahl der diesjährigen Startups zeigt den starken Trend hin zu impactorientierten Geschäftsmodellen. Beinahe alle konzentrieren sich darauf, neben finanziellen Gewinnen auch einen positiven sozialen oder ökologischen Beitrag zu leisten, mit einem besonderen Fokus auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Umweltschutz, Bildung, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit.

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