Digitalpolitik

Frankreich wirft Windows raus – Linux-Migration ab 2026

Windows 11. © Microsoft
Windows 11. © Microsoft

Die französische Regierung zieht laut Golem den Stecker bei Microsoft. Windows fliegt raus, Linux kommt rein, auf sämtlichen Behördenrechnern. Was andere EU-Staaten bisher nur diskutieren, setzt Paris nun offenbar knallhart um. Die interministerielle Digitalbehörde Dinum führt die Migration an, weitere Institutionen wie die nationale Cybersicherheitsbehörde und die staatliche Beschaffungsdirektion ziehen mit. Ein konkreter Migrationsplan soll im Herbst 2026 kommen. Frankreich ordnet den Schritt als Teil einer größeren Abkehrbewegung von US-amerikanischen Technologieplattformen ein.

„La Suite“ statt Microsoft: 80.000 Mitarbeiter:innen bereits umgestellt

Der Windows-Abschied ist kein Einzelfall. Parallel hat Frankreich bereits 80.000 Mitarbeitende der nationalen Krankenkasse von Microsoft Teams, Zoom und Dropbox auf eigene Alternativen umgestellt. Diese laufen unter den Namen Tchap, Visio und FranceTransfert, gebündelt unter dem Titel „La Suite“. Auch die staatliche Gesundheitsdatenplattform soll bis Ende 2026 auf eine vertrauenswürdige Lösung migriert werden. Die Botschaft ist klar: Raus aus der Abhängigkeit von US-Konzernen, rein in europäische Eigenständigkeit.

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Souveränität als strategische Notwendigkeit

Minister David Amiel formulierte es unverblümt: Frankreich müsse aufhören, „von Plattformen abhängig zu sein, deren Regeln, Preise und Risiken es nicht selbst bestimmen könne.“ KI-Ministerin Anne Le Henanff sprach von digitaler Souveränität als strategischer Notwendigkeit. Ob die aktuellen Spannungen zwischen Europa und den USA den Zeitplan beschleunigt haben, lässt die Regierung offen – aber der Zeitpunkt wirkt nicht zufällig.

Als gewichtiges EU-Mitglied sendet Frankreich ein Signal, das über die eigenen Grenzen hinauswirkt. Gelingt die Migration reibungslos, wird es für andere europäische Regierungen schwerer, den Status quo mit Verweis auf Komplexität oder Kosten zu verteidigen. Deutschland, Österreich und andere Staaten beobachten genau, ob Paris liefert. 2026 könnte tatsächlich ein Wendepunkt für Linux in der europäischen Verwaltung werden.

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