Energiewende

Fraunhofer entwickelt Roboter für automatisches Batterie-Recycling

© Fraunhofer IPA
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Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) arbeitet laut heise an einem roboterbasierten System, das Altbatterien automatisiert recycelt oder für die Wiederverwendung aufbereitet. Das Projekt „Rob@t2Cell“ kombiniert intelligente Entscheidungsfindung mit vollautomatisierten Prozessen. Ziel ist eine effiziente Kreislaufwirtschaft für Batteriezellen.

Roboter kontaktiert Batterie und entscheidet über weitere Nutzung

Alte Batteriezellen können drei Wege gehen: direkte Wiederverwendung, industrielle Aufarbeitung oder Zerlegung in Bestandteile für neue Produkte. Der Ladezustand spielt dabei eine entscheidende Rolle. Batterien für das Recycling werden tiefentladen, während Zellen für die Weiterverwendung schonend auf einen definierten Ladezustand gebracht werden. So bleiben funktionierende Batteriezellen am Leben und können später aufbereitet werden.

Das Fraunhofer-System automatisiert den kompletten Entscheidungs- und Verarbeitungsprozess. Der Roboter kontaktiert die Batterie automatisch, charakterisiert sie intelligent und entscheidet in Echtzeit über die optimale Weiternutzung. Anschließend führt er den entsprechenden Lade- oder Entladeprozess durch. Diese Automatisierung beschleunigt die Verarbeitung erheblich und reduziert manuelle Eingriffe.

Erste industrielle Tests geplant

Batterien für das Recycling demontiert der Roboter vollautomatisch. Er legt die Batteriezellen frei und öffnet sie. Dabei muss er laut IPA „höchste Anforderungen an Sicherheits-, Hochvolt- und Softwaretechnik erfüllen“. Nach der Entwicklungsphase testet der Recycling-Spezialist Umicore den Roboter in einem industriellen Testlauf. Die Rohstoffrückgewinnung erfolgt über ein wasserbasiertes Verfahren, das auch nicht-tiefentladene Zellen verarbeiten kann.

Das Projekt läuft bis Ende 2028. Neben Fraunhofer IPA und Umicore beteiligen sich acp systems, die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS), das Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb der Universität Stuttgart, BorgWarner Battery Systems Technical Center und Siemens. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben mit 5,09 Millionen Euro.

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