Solarenergie

Solarpark in der Nordsee soll „wie ein Teppich“ auf den Wellen liegen

© SolarDuck
© SolarDuck

Offshore-Windkraftanlagen werden in naher Zukunft einen beträchtlichen Teil der Energie in Europa liefern. Doch auch Solarenergie lässt sich auf dem offenen Meer gewinnen. SolarDuck, ein niederländisch-norwegisches Unternehmen, arbeitet laut CleanTechnica an einer Solartechnologie, die auf der Meeresoberfläche schwimmt und Strom erzeugt, um die Leistung der Offshore-Windturbinen zu ergänzen.

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„Technologie überall auf der Welt einsetzen“

RWE, einer der größten deutschen Energieversorger, hat mit dem Unternehmen eine Vereinbarung getroffen, um weltweit schwimmende Offshore-Solarparks zu erforschen und zu entwickeln. Den Anfang macht eine 0,5-Megawatt-Anlage namens „Merganser“, die Teil eines Offshore-Windprojekts in der Nordsee bei Ostende, Belgien, sein wird. Das Projekt umfasst Batteriespeicher und dient der Erprobung der neuen Technologie, bevor sie erweitert und an anderen Standorten eingesetzt wird.

„Der Bedarf an sicherer, nachhaltiger und erschwinglicher Energie erfordert neue und sofortige Antworten der Industrie in Europa und auch weltweit. SolarDuck ist ein Teil dieser Antwort und ermöglicht den Einsatz von Solarenergie auf See und eröffnet damit einen aufregenden neuen Markt. Die Demonstration der robusten Technologie unter den rauen Bedingungen der Nordsee wird es uns ermöglichen, die Technologie praktisch überall auf der Welt einzusetzen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit RWE einen starken Partner gefunden haben, der unsere Vision von der Elektrifizierung der Welt durch schwimmende Offshore-PV teilt“, sagt Koen Burgers, CEO von SolarDuck.

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SolarDuck-Module „schweben“ über Wasser

Laut CNBC verwendet das SolarDuck-System ein Design, das es den Solarmodulen ermöglicht, fünf Meter über dem Wasser zu „schweben“ und auf den Wellen „wie ein Teppich“ zu reiten. Es hat eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 30 Jahren. Ein Ziel der Zusammenarbeit ist der Einsatz der schwimmenden SolarDuck-Technologie in einem größeren Demonstrationsprojekt als Teil des Offshore-Windparks Hollandse Kust West, der sich derzeit in der Entwicklung befindet. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen eine schnellere Kommerzialisierung der Technologie ab 2023 ermöglichen.

SolarDuck ist nicht das einzige Unternehmen, das an schwimmender Solarenergie auf dem Meer arbeitet. Ein Konsortium aus Shell und Eneco entwickelt derzeit einen Offshore-Windpark, der eine Reihe von Technologiedemonstrationen umfasst, darunter schwimmende Solaranlagen, Kurzzeitbatteriespeicher und durch Elektrolyse erzeugten Wasserstoff. Anfang dieses Monats weihte außerdem das portugiesische Energieunternehmen EDP einen schwimmenden 5-Megawatt-Solarpark in Alqueva ein. Der Park besteht aus fast 12.000 Photovoltaik-Paneelen.

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