Investment

Verda: Finnische AI Cloud holt 100 Millionen Euro, baut auf bevorzugten Nvidia-Zugang

The Verda team from Helsinki. © Verda
The Verda team from Helsinki. © Verda

Das in Helsinki ansässige Unternehmen Verda hat eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dem frischen Kapital will der Anbieter von KI-Cloud-Infrastruktur seine internationale Präsenz ausbauen und in diesem Jahr mehr als 100 neue Mitarbeitende einstellen.

Wer steckt hinter Verda?

Verda wurde 2020 von Ruben Bryon unter dem Namen DataCrunch gegründet und im November 2025 umbenannt. Das Unternehmen bietet Entwicklern und Organisationen Zugang zu leistungsstarker GPU-Rechenkapazität auf Abruf, ohne die typischen Hürden traditioneller Cloud-Anbieter. Verda bezeichnet sich selbst als vertikal integriert: Das Unternehmen verantwortet die gesamte Wertschöpfungskette, von physischen Servern und Rechenzentren bis hin zu Software-Tools für KI-Entwicklungsteams.

Die Rechenzentren des Unternehmens befinden sich in Finnland und werden nach eigenen Angaben zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Der Name Verda leitet sich laut Unternehmensangaben vom spanischen Wort für „wahr“ sowie vom Esperanto-Wort für „grün“ ab und soll die Werte technologischer Integrität und nachhaltiger Innovation widerspiegeln.

Details zur Finanzierungsrunde

Die aktuelle Runde setzt sich aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammen. Den Eigenkapitalanteil führt Lifeline Ventures an, mit Beteiligung von byFounders, Tesi, Varma und weiteren Investoren. Die Fremdfinanzierung stammt von einer Gruppe nordischer Finanzinstitute. Für Verda ist es die dritte größere Finanzierungsrunde: Im Jahr 2024 hatte das Unternehmen 12 Millionen Euro in einer Seed-Runde eingesammelt, im September 2025 folgte eine Series-A-Runde über 55 Millionen Euro.

„Wir bauen die nächste Generation von KI-Cloud-Infrastruktur für wegweisende Teams auf der ganzen Welt. Diese Finanzierung ermöglicht es uns, unsere Entwicklung zu intensivieren und unsere Expansion in Europa, den USA und Asien zu beschleunigen“, so Gründer und CEO Ruben Bryon.

Positionierung gegenüber großen Cloud-Anbietern

Verda positioniert sich als kostengünstige Alternative zu etablierten Hyperscalern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud. Das Unternehmen wirbt damit, dass Kunden im Vergleich zu diesen Anbietern bis zu 90 Prozent der Kosten einsparen können. Zudem hebt Verda die hohe Verfügbarkeit KI-optimierter Systeme, etwa HGX-Server, sowie einen entwicklerfreundlichen Zugang über ein Cloud-Dashboard und APIs hervor.

Verda ist nach eigenen Angaben einer der wenigen weltweit ausgewählten NVIDIA Preferred Partners. Zu den Kunden zählen unter anderem Nokia, 1X, ExpressVPN und Freepik.

Aktuelle Geschäftsentwicklung und Ausblick

Das Unternehmen meldet außerdem ein positives operatives Cashflow-Ergebnis. Der annualisierte Umsatz hat sich im ersten Quartal 2026 auf über 51,3 Millionen Euro verdoppelt. Mit dem neuen Kapital plant Verda die Expansion in neue Märkte, darunter Großbritannien und die USA, sowie die Einstellung von mehr als 100 Mitarbeitenden bis Ende des Jahres.

„Ein wesentlicher Teil unseres Erfolgs beruht darauf, dass wir vertikal integriert sind und alles von der physischen Infrastruktur bis zur Anwendungsebene selbst verantworten“, so der CEO.

Bryon ergänzte, dass ein dediziertes KI-Lab-Team direkt mit Kunden zusammenarbeite und diese Erkenntnisse in die Produktentwicklung einfließen lässt.

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