KI

Aleph Alpha und Cohere aus Kanada vor Fusion, Bewertung bei etwa 20 Milliarden Dollar

Office of Cohere. © Cohere
Office of Cohere. © Cohere

Die kanadische KI-Firma Cohere und das deutsche Unternehmen Aleph Alpha wollen fusionieren. Das berichtete das Handelsblatt am Freitag unter Berufung auf Regierungs- und Branchenkreise. Der Zusammenschluss soll ein transatlantisches Gegengewicht zu den dominierenden US-Technologiekonzernen schaffen und sowohl Unternehmen als auch Behörden mit digitalen Dienstleistungen versorgen. Sowohl Cohere mit seinen eigenen KI-Modellen wie „Command“ als auch Aleph Alpha konnten sich am Markt bisher kaum gegen die US-Player durchsetzen.

Das fusionierte Unternehmen könnte laut Handelsblatt mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Damit würde es zu einem der bedeutendsten KI-Akteure außerhalb der Vereinigten Staaten aufsteigen. Konkrete Finanzdaten zum Deal wurden bislang nicht offiziell bestätigt.

Politische Dimension: Digitale Souveränität als Ziel

Der Zusammenschluss ist weit mehr als ein gewöhnlicher Unternehmensdeal. Er findet in einem politischen Klima statt, in dem Europa und Kanada ihre Abhängigkeit von US-amerikanischen Technologieanbietern zunehmend kritisch betrachten. Regierungen beiderseits des Atlantiks suchen nach Alternativen, um die Kontrolle über sensible digitale Infrastrukturen zurückzugewinnen.

Die Ankündigung des Deals sollte am Freitag um 11 Uhr in Berlin stattfinden, in Anwesenheit des deutschen Digitalministers Karsten Wildberger und seines kanadischen Amtskollegen Evan Solomon. Die Teilnahme beider Minister unterstreicht den staatspolitischen Charakter des Vorhabens.

Kontext: Wachsende Skepsis gegenüber US-Abhängigkeit

Die Fusion fällt in eine Phase, in der die Debatte über digitale Souveränität in Deutschland und Europa an Schärfe gewonnen hat. Öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Sicherheitsbehörden sind in weiten Teilen auf Dienste amerikanischer Konzerne angewiesen. Angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender Unsicherheiten über die Verlässlichkeit transatlantischer Partnerschaften gewinnt die Forderung nach eigenständigen, europäisch kontrollierten KI-Lösungen an Gewicht.

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