Analyse

Bitcoin zurück auf 36.000 Euro: Warum der Krypto-Markt sich wieder erholt

Bitcoin. © Badreddine Farhi on Unsplash
Bitcoin. © Badreddine Farhi on Unsplash

Es ist noch nicht das Niveau, das man vor drei Monaten gewohnt, war aber doch eine deutliche Erholung: Am Wochenende kämpft sich Bitcoin nach dem großen Crash am 20. Jänner wieder zurück. Stürzte BTC in den vergangenen Wochen bis hinunter auf zeitweise weniger als 30.000 Euro, sind es nunmehr wieder deutlich mehr als 36.000 Euro, die man für die Coins an den Exchanges bekommt.

Die Erholung betrifft vor allem Bitcoin als Marktführer selbst. Bei Altcoins sieht as Bild durchwachsener aus. Binance Coin, Ethereum, Solana und viele andere Altcoins sind von Natur aus volatiler und haben deswegen im Crash auch stärker verloren (mehr dazu hier), weil die Netzwerk-Effekte, die sie 2021 nach oben beförderten, sich dann in eine Abwärtsspirale verwandelten.

Ethereum als Marktführer bei den Smart-Contracts-Netzwerken hat in der vergangenen Woche aber wieder stark zulegen können und liegt nach einem Tiefpunkt 2022 bei weniger als 2.000 Euro nun wieder bei mehr als 2.600 Euro. Die Erholung am Wochenende sieht man durch die Bank bei Coins und Tokens, wo sich BTC als Marktführer am stärksten erholen konnte. Hier einige Beispiele:

  • BTC = Blau
  • ETH = Orange
  • BNB = Türkis
  • SOL = Gelb

Die Marktkapitalisierung des Krypto-Markts ist somit ebenfalls wieder gewachsen, sie beträgt nunmehr 1,65 Billionen Euro – das ist ein Plus von etwa 180 Milliarden Euro innerhalb von einer Woche.

Deutliche Korrelation mit Tech-Aktien

Warum hat sich der Krypto-Markt wieder deutlich erholt? Dafür gibt es sicher mehrere Gründe. Besonders offensichtlich ist aber folgender: Cryptos sind im Jänner ja wie mehrmals berichtet im Gleichschritt mit Risiko-Assets – und da zählen vor allem Tech-Aktien an den regulären Börsen dazu – gefallen. Auslöser war die Ankündigung der US-Notenbank Fed, die Leitzinsen voraussichtlich im März zur Bekämpfung der Inflation erstmals seit langen zu heben. Geld bzw. der US-Dollar wird dann wieder teurer, Anleger:innen ziehen Werte aus Risiko-Assets in Erwartung höherer Zinsen ab.

Diese Woche hat aber auch gezeigt, dass nicht alle Tech-Aktien leiden müssen. Während Netflix, Spotify, PayPal und vor allem Meta stark abstürzten, konnten die beiden Big-Tech-Riesen Amazon, Tesla und Alphabet sehr gute Quartalszahlen und Jahresergebnisse für 2021 vorlegen. Das wiederum hat die wichtigsten Tech-basierten bzw. Tech-dominierten Aktien-Indizes wieder wachsen lassen. Hier im Vergleich:

  • Bitcoin = Blau
  • S&P500 (SPX) = Orange
  • NASDAQ100 (NDX) = Türkis
  • Amazon (AMZN) = Gelb

Krypto-Investments gehen weiter

Die große Frage, ob nach dem Jänner-Crash nun ein zweiter Krypto-Winter droht, beschäftigt viele in der Branche. Festzuhalten ist, dass die Investments in Krypto-Unternehmen 2022 munter weiter gehen. Wie aus dem Crypto Investment Tracker von Trending Topics ersichtlich ist, wurden Alleine im ersten Monat des Jahres 2022 Deals und Investments in der Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar in Krypto-Unternehmen wie FTX, Fireblocks oder OpenSea verkündet. Zum Vergleich: Krypto-Startups/Scale-ups haben 2021 etwa 25 Mrd. Euro Investments erhalten.

Derzeit sieht es so aus, als würden NFTs dieses Jahr das Geschehen dominieren. Große Investments in OpenSea (Marktplatz), oder die NFT-Startups Autograph und Pixel Vault zeigen auf, wohin die Reise geht. Ein weiterer NFT-Boom würde vor allem Smart-Contracts-Netzwerke wie Ethereum oder Solana zugute kommen und damit den Altcoin-Bereich, der stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, wieder beflügeln.

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