Feschd: Startup setzt auf magnetische Handyhalterung am Fahrrad
Das Smartphone als sicher befestigter Begleiter am Fahrrad: Die drei Gründer Simon Josenhans, Alexander Trautwein und Mike Obermeier von Feschd treten mit ihrer patentierten Smartphone-Halterung fürs Fahrrad vor die Investoren bei 2 Minuten 2 Millionen. Das deutsche Startup pitcht einen magnetischen Verschluss, der Smartphones in wenigen Sekunden am Lenker fixieren soll – für maximale Stabilität bei jedem Untergrund. Das Team hat das Produkt selbst entwickelt, weil sie genervt von wackelnden Halterungen auf Radtouren waren.
Magnetischer Doppelverschluss für sicheren Halt
Das Feschd-System kombiniert zwei Sicherungsmechanismen: Magnete der „stärksten Güteklasse der Welt“ positionieren das Smartphone automatisch, ein umklappbarer Federstahlbügel verschließt die Halterung mechanisch. Die Konstruktion absorbiert Vibrationen durch den Stahlbügel und ein Gummipad, was das Gerät bei Fahrten auf unebenem Untergrund schützt. Die Montage am Lenker dauert Sekunden, das Smartphone wird angeklipst und fixiert.
Feschd bietet mehrere Produktvarianten an: Ein universelles Bundle kostet 54 Euro. Hier wird jede vorhandene Handyhülle durch eine 2,5 Millimeter dünne Adapterplatte per Klebepad in eine magnetische Halterung verwandelt. Das Bundle speziell für iPhones ist für 79 Euro zu haben. Hier eine neue iPhone-Hülle mit bereits integrierter Adapterplatte enthalten. Die Feschd-Produkte werden in Deutschland aus glasfaserverstärktem, recyceltem Kunststoff gefertigt.
Eigenes Spendenprogramm
Das Startup verknüpft sein Geschäftsmodell mit einem Spendenprogramm: Mit jedem verkauften Halter finanziert Feschd Fahrräder für Menschen in entwicklungsschwachen Regionen. Durch die gespendeten Räder soll Mobilität verbessert werden, um die Wege zu Bildung, Arbeit und medizinischer Versorgung zu verbessern.
Das Team hat im März 2024 gegründet, mittlerweile erreicht das Unternehmen laut eigenen Angaben einen siebenstelligen Umsatz und über 20.000 Kunden.
150.000 Euro für 9 Prozent Firmenanteile
Die Gründer fordern 150.000 Euro für 9 Prozent der Firmenanteile. Die Investoren zeigen sich jedoch zunächst zurückhaltend. „Bist halt dabei, aber fährst nicht mit“, kommentiert Erich Falkensteiner das Angebot. Die Idee punktet zwar, doch die Bewertung scheint zu ambitioniert. Alexander Schütz stachelt seine Kollegen an: „Was seid’s ihr für Weicheier?“ Die Business Angels machen Angebote, allerdings zu deutlich höheren Anteilen als erwartet. „Das ist crazy“, sagt Alexander Trautwein von Feschd dazu. Kommt das Investment zustande?

