Energie

Heizma: Wärmepumpen-Startup erreicht 2 Millionen Euro Monatsumsatz

Die Heizma-Gründer Alexander Valtingojer, Michael Kowatschew und Valentin Perkonigg. © Alissar Najjar
Die Heizma-Gründer Alexander Valtingojer, Michael Kowatschew und Valentin Perkonigg. © Alissar Najjar

Das Wiener Energietechnologie-Startup Heizma hat im April 2026 erstmals einen Monatsumsatz von zwei Millionen Euro erreicht. Zwei Jahre nach der Gründung im März 2024 beschäftigt das Unternehmen mittlerweile 75 Mitarbeiter:innen und rüstet monatlich über 60 Häuser auf moderne Energielösungen um.

Heizma positioniert sich als ganzheitlicher Anbieter für Eigenheime und kombiniert Wärmepumpen, Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallboxen und das eigene Energiemanagementsystem Optima. Die bundesweite Abdeckung erstreckt sich auf alle Bundesländer außer Tirol und Vorarlberg.

Den größten Umsatzanteil generiert Heizma mit Wärmepumpen – mehr als zwei Drittel des Geschäfts entfallen auf die Umrüstung bestehender Gebäude. „Der April war unser stärkster Monat seit Gründung. Zwei Millionen Euro Monatsumsatz nach nur zwei Jahren am Markt zeigen, dass unser Modell funktioniert – in einem Wärmepumpenmarkt, der zuletzt deutlich rückläufig war“, sagt Gründer und Geschäftsführer Michael Kowatschew. Parallel gewinnt Photovoltaik inklusive Batteriespeicher an Bedeutung: Bereits 30 bis 40 Prozent der Kundschaft entscheiden sich für eine kombinierte Komplettlösung aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Speicher.

Digitale Prozesse als Wettbewerbsvorteil

Heizma setzt konsequent auf Digitalisierung und unterscheidet sich damit von klassischen Installationsbetrieben. Statt aufwendiger Vor-Ort-Termine führt das Unternehmen digitale Besichtigungen durch, integriert die Förderabwicklung direkt in den Projektprozess und ermöglicht Kund:innen die laufende Überwachung ihres Energieverbrauchs via App. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren einen Ansatz aufgebaut, den es in dieser Form in Österreich noch nicht gab: eine beinahe bundesweite Abdeckung, eigene Montageteams vor Ort und eine Softwareplattform, die wir selbst entwickeln“, erklärt Kowatschew.

Die digitalen Abläufe sollen den Prozess erheblich beschleunigen: Heizma erstellt nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage ein verbindliches Angebot auf Basis digital erhobener Daten. Rund 80 Prozent der Anlagen werden von eigenen Montageteams installiert. „Wir verstehen uns als digitaler Installateur und Energiepartner für das Eigenheim“, so Kowatschew. „Unser Ziel ist nicht nur, Anlagen zu installieren, sondern Haushalte langfristig dabei zu unterstützen, Energie intelligenter zu nutzen.“

Energiemanagement rückt in den Fokus

Das eigene Energiemanagementsystem Optima soll zu einem wichtigen Bestandteil des Angebots werden. Es unterstützt Haushalte dabei, selbst erzeugten Strom effizienter zu nutzen, Verbräuche transparent zu machen und die einzelnen Energiekomponenten besser aufeinander abzustimmen. Heizma investiert stark in die Weiterentwicklung des Systems und baut parallel Service- und Wartungspakete aus. „Gerade in der Sanierung geht es nicht nur um die einzelne Wärmepumpe oder die einzelne PV-Anlage. Für viele Haushalte entsteht der größte Nutzen, wenn Wärmeversorgung, Stromerzeugung, Speicher und Energiemanagement gemeinsam geplant werden“, sagt Kowatschew.

Der Fokus auf Bestandsgebäude und den Umstieg von fossilen auf elektrische Heizsysteme trifft offenbar einen Nerv: Die Nachfrage nach Lösungen, die Haushalte unabhängiger von fossilen Energieträgern und volatilen Energiepreisen machen, steigt. Mit dem integrierten Ansatz aus Beratung, Planung, Förderung, Installation und laufender Optimierung will Heizma die Umstellung für Haushalte so einfach wie möglich gestalten und dabei langfristig als Partner begleiten.

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