Cap Table

OpenAI: CEO Sam Altman hat noch keine Shares, Peter Thiel könnte am meisten profitieren

Sam Altman CEO of OPenAI. © World Economic Forum / Benedikt von Loebell
Sam Altman CEO of OpenAI. © World Economic Forum / Benedikt von Loebell

Es ist wohl das meist diskutierte Dokument der letzten Tage: der geleakte Cap Table von OpenAI. Der ChatGPT-Macher wurde ja kürzlich bei einer Finanzierungsrunde von satten 122 Milliarden Dollar mit 852 Milliarden Dollar bewertet und will 2026 an die Börse gehen. Umso interessanter ist, wem das Unternehmen letztlich gehört, immerhin ist ein IPO auch eine gute Gelegenheit, Kasse zu machen.

Die größten Anteilseigner im Überblick

An der Spitze stehen zwei Akteure mit jeweils rund einem Viertel aller Anteile. Die OpenAI Foundation hält 25,80 Prozent des Unternehmens, gefolgt von Microsoft mit 26,79 Prozent. Damit kontrollieren diese beiden Entitäten gemeinsam mehr als die Hälfte von OpenAI. Den dritten Platz belegt SoftBank Group mit 11,66 Prozent, gefolgt von den Mitarbeitern (aktuell und ehemalig) mit zusammen rund 19 Prozent.

Anteilseigner Anteil Wert bei $852 Mrd.
Microsoft 26,79% 228,3 Mrd. USD
OpenAI Foundation 25,80% 219,8 Mrd. USD
Aktuelle Mitarbeiter (Pool) 15,88% 135,3 Mrd. USD
SoftBank Group 11,66% 99,3 Mrd. USD
Amazon 4,66% 39,7 Mrd. USD
NVIDIA 3,47% 29,6 Mrd. USD

Wer würde bei einem IPO am meisten gewinnen?

Die mit Abstand spektakulärsten Renditen würden Frühphasen-Investoren einfahren, die bereits 2015 oder kurz danach eingestiegen sind. Diese Gruppe hat vergleichsweise minimale Beträge investiert und sitzt heute auf gigantischen unrealisierten Gewinnen.

  • Early Angels (Reid Hoffman, Peter Thiel u.a.): Rund 10 Millionen USD investiert, aktueller Wert 1,4 Milliarden USD. Das entspricht einem Return von rund 140x.
  • Sound Ventures (Ashton Kutcher): Etwa 20 bis 30 Millionen USD Einsatz, heute rund 1,3 Milliarden USD wert. Rendite von geschätzten 43x.
  • Khosla Ventures: 50 Millionen USD investiert, aktueller Wert 1,5 Milliarden USD. Ein Return von rund 30x.
  • Microsoft: 13 Milliarden USD investiert, Wert heute 228,3 Milliarden USD. Ein Return von 17,6x bei absolut gesehen dem höchsten Gewinn aller Investoren.
  • Thrive Capital: 3,5 Milliarden USD Einsatz, Wert 16,9 Milliarden USD. Return von 4,8x.

Besonders bemerkenswert ist die Position der OpenAI Foundation: Sie hat keinen einzigen Dollar investiert, da ihr die Anteile im Zuge der Umwandlung in eine Public Benefit Corporation (PBC) zugeteilt wurden. Ihr Papiergewinn beläuft sich dennoch auf knapp 220 Milliarden USD.

Wer ist bisher leer ausgegangen?

Nicht alle Investoren können sich über nennenswerte Gewinne freuen. Wer erst in der jüngsten Finanzierungsrunde (Series G) zu einer Bewertung von rund 852 Milliarden USD eingestiegen ist, steht aktuell lediglich bei einer Rendite von 1,0x, also exakt dem eingesetzten Kapital.

  • Temasek Holdings (1,7 Mrd. USD investiert, 1,0x Return)
  • Insight Partners (1,3 Mrd. USD investiert, 1,0x Return)
  • UC Investments (1,0 Mrd. USD investiert, 1,0x Return)
  • NVIDIA hat sogar einen leichten Buchverlust von rund 500 Millionen USD, da ein Großteil der Investition vermutlich in Form von GPU-Rechenkapazitäten statt Bargeld geleistet wurde.

Auch Kleinanleger, die über Bankkanäle oder ETFs wie ARK Invest eingestiegen sind, befinden sich aktuell lediglich auf Einstandsniveau ohne nennenswerten Gewinn.

Sam Altman: CEO noch ohne Anteile

Eine der ungewöhnlichsten Details in der Eigentümerstruktur betrifft den CEO selbst. Sam Altman hält derzeit keine zugeteilten Anteile an OpenAI. Sein Aktienpaket ist noch ausstehend und an Bedingungen geknüpft, die im Rahmen der PBC-Umwandlung festgelegt werden sollen. In der Cap Table wird seine Position schlicht als „ausstehend“ geführt. Damit ist der Chef des wertvollsten KI-Unternehmens der Welt formal noch kein Anteilseigner, was in der Startup-Welt eine äußerst ungewöhnliche Konstellation darstellt.

Wer übrigens nicht im Cap Table zu finden ist, ist Mitgründer Elon Musk. Dieser wird ab April 2026 vor Gericht auf OpenAI und Sam Altman treffen – unter anderem, u zu klären, wie und ob OpenAI rechtmäßig von einem Non-Profit-KI-Labor zu einem gewinnorientierten Unternehmen umgewandelt wurde. Musk fordert eine Schadensersatzsumme zwischen 79 und 134 Milliarden Dollar, mehr dazu hier.

Hinweis: Die dargestellten Daten basieren auf einem rekonstruierten Cap Table und öffentlich zugänglichen Berichten. Es handelt sich nicht um eine offizielle Offenlegung von OpenAI. Kostenbasis-Angaben sind Schätzungen.

OpenAI Cap Table via Philipp Kloeckner’s Substack.
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