KuCoin EU bekommt mit Hongyu Chen-Birkenbeul eine neue Co-CEO
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Die KuCoin EU Exchange GmbH hat Hongyu Chen-Birkenbeul zur Managing Director bestellt. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Chen-Birkenbeul verantwortet in dieser Rolle die Bereiche Technology, ICT Security & Compliance sowie Product & Operations. Sie steht damit gemeinsam mit Sabina Liu an der Spitze der Wiener Gesellschaft.
Laut Aussendung soll Chen-Birkenbeul die Weiterentwicklung der Technologieplattform leiten, die Produktentwicklung vorantreiben und die digitale operationale Resilienz des Unternehmens stärken. Letzteres ist für regulierte Krypto-Dienstleister in der EU seit Anwendbarkeit des Digital Operational Resilience Act (DORA) eine eigene aufsichtsrechtliche Anforderung.
KuCoin ist aktuell für europäische Kunden nicht verfügbar, nachdem am 4. Februar 2026 die Services für europäische Kunden vorübergehend gestoppt wurden. Die Aufsichtsbehörde, die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA), bemängelte damals die Geldwäsche-Compliance.
Zehn Jahre PwC Deutschland
Chen-Birkenbeul verfügt nach Unternehmensangaben über knapp 20 Jahre internationale Beratungs- und Führungserfahrung in den Feldern Strategie und Governance, Business- und IT-Transformation, Cybersecurity, regulatorische Compliance sowie digitale Innovation.
Zuletzt war sie zehn Jahre bei PwC Deutschland tätig, wo sie Kundinnen und Kunden zu Cybersecurity- und Compliance-Fragen beriet und die Technology-Alliances-Strategie der Beratungsgesellschaft verantwortete. Davor leitete sie den Rollout von SAP-Transformationsprogrammen und arbeitete am Aufbau von Governance-Strukturen für internationale Organisationen sowie für Technologie-Start-ups.
Sabina Liu, ebenfalls Managing Director bei KuCoin EU, begründet die Bestellung damit, dass eine vertrauenswürdige Krypto-Plattform neben regulatorischer Compliance auch belastbare Technologie und operative Exzellenz brauche; Chen-Birkenbeul bringe dafür die Kombination aus strategischer Führung und technischer Expertise mit.
Chen-Birkenbeul selbst verweist auf das europäische Regelwerk: Europa setze einen neuen Maßstab für regulierte digitale Assets, sagt die neue Managing Director. Daraus entstünden Möglichkeiten, Produkte auf einer Basis aus Vertrauen, Resilienz und Governance zu bauen.
CASP-Lizenz der FMA
Die KuCoin EU Exchange GmbH ist die europäische Gesellschaft der Krypto-Börse KuCoin und hält eine Zulassung als Crypto-Asset Service Provider (CASP) nach der EU-Verordnung MiCAR, erteilt von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA). Damit darf das Unternehmen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum – mit Ausnahme Maltas – Dienstleistungen anbieten: die Verwahrung und Verwaltung von Krypto-Assets, den Tausch von Krypto gegen Fiat und Krypto gegen Krypto, die Platzierung von Krypto-Assets sowie Transferdienstleistungen für Kundinnen und Kunden.
Eine eigene Handelsplattform betreibt die EU-Gesellschaft laut eigenen Angaben nicht, Anlageberatung bietet sie ebenfalls nicht an.
Die Personalie ist Teil einer breiter angelegten Strategie: KuCoin EU will die eigene Führungsebene gezielt mit Managerinnen und Managern aus internationaler Beratung, Technologie und Finanzdienstleistung verstärken, während das regulierte Geschäft in Europa ausgebaut wird.

