Seed-Finanzierungsrunde

Oska Health holt sich 11 Mio. Euro für KI-gestützte Behandlung chronischer Krankheiten

Das Oska Health-Gründungsteam © Oska Health
Das Oska Health-Gründungsteam © Oska Health
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Das Frankfurter Healthtech-Startup Oska Health hat eine Seed-Runde über 11 Millionen Euro abgeschlossen. Die Finanzierung führen Capricorn Partners und SwissHealth Ventures an. Weitere Investoren sind Revent, Calm Storm, BMH, LBBW Venture Capital, GoHub Ventures und Aurum Impact. Das 2022 gegründete Jungunternehmen kombiniert menschliches Coaching mit KI-gestützter Technologie, um multimorbide Patient:innen – also Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen wie Nierenkrankheiten, Diabetes und Bluthochdruck – kontinuierlich zu begleiten.

„Kombinieren persönliche Betreuung mit KI“

„Chronische Erkrankungen lassen sich nicht in einzelnen Arztkontakten managen – sie entscheiden sich im Alltag“, sagt Niklas Best, CEO und Co-Gründer von Oska Health. „Wir kombinieren persönliche Betreuung mit KI, um genau diese Lücke zu schließen. Unsere Technologie ergänzt unsere Coaches, reduziert den Verwaltungsaufwand und macht eine qualitativ hochwertige Versorgung chronisch Kranker skalierbar.“

Die Jungfirma arbeitet bereits mit über 20 Krankenkassen in Deutschland zusammen. Für Versicherte ist das Angebot kostenfrei. Ärzt:innen bleiben in der therapeutischen Verantwortung, während Oska Health die Umsetzung im Alltag übernimmt. Dadurch sollen sich Praxen zusätzlichen Prozessaufwand ersparen.

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Oska Health will seine Plattform skalieren

Laut Oska Health nimmt etwa die Hälfte der chronisch Erkrankten Medikamente nicht richtig ein. Etwa 80 Prozent schaffen es nicht, ihren Lebensstil nachhaltig zu verändern. Alleine in Deutschland leiden neun Millionen Erwachsene an chronischer Nierenerkrankung. Europaweit ist es jede:r zehnte Erwachsene. Die medizinische Versorgung scheitert häufig an der Umsetzung zwischen Arztbesuchen. Oska Health will dieses Problem mit seiner Plattform bekämpfen.

„Für uns ist entscheidend, dass Versorgung dort wirkt, wo sie bisher am wenigsten greift – zwischen den Arztbesuchen“, sagt Markus Rommel, Principal bei SwissHealth Ventures, dem Venture-Arm der Schweizer Krankenversicherung CSS. Antoine D’Hollander, Investment Director bei Capricorn Partners: „Das Team hat in den vergangenen Jahren bereits einen beachtlichen Track Record bei der Akquise von Krankenkassen aufgestellt.“

Mit dem frischen Kapital plant Oska Health den Ausbau des Teams, die Weiterentwicklung der technologischen Infrastruktur sowie die Skalierung mit Krankenkassen und ärztlichen Netzwerken. Das als zertifiziertes Medizinprodukt zugelassene Jungunternehmen verbessert nach eigenen Angaben seit über drei Jahren den Alltag chronisch kranker Patient:innen und adressiert damit einen strukturellen Engpass in modernen Gesundheitssystemen.

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