Finanzierung

Proxima Fusion: 400-Mio.-Euro-Förderung für Fusionsenergie aus Bayern

So könnte die geplante Testanlage von Proxima Fusion aussehen © Proxima Fusion
So könnte die geplante Testanlage von Proxima Fusion aussehen © Proxima Fusion

Das deutsche Fusionsenergie-Startup Proxima Fusion hat von seinem Heimatbundesland Bayern eine Förderung in Höhe von 400 Millionen Euro erhalten, berichtet die Financial Times. Das Geld soll in den Bau einer zwei Milliarden Euro teuren Testanlage fließen. Es handelt sich um eine der bislang ehrgeizigsten Investitionen Europas in diese noch unbewährte Technologie.

Proxima Fusion braucht noch 1,2 Milliarden Euro von Bundesregierung

Proxima und Bayern haben vereinbart, jeweils 20 Prozent der Kosten in Höhe zu übernehmen. Jedoch hängt die Finanzierung davon ab, dass die Bundesregierung in Berlin die restlichen 1,2 Milliarden Euro bereitstellt. RWE, Deutschlands größter Stromerzeuger, hat sich bereit erklärt, den Standort für die potenzielle kommerzielle Anlage zur Verfügung zu stellen. Geplant ist das ehemalige RWE-Kernkraftwerk in Gundremmingen, das 2021 stillgelegt wurde.

Francesco Sciortino, CEO von Proxima Fusion, erklärte gegenüber der Financial Times, man wolle die kommerzielle Anlage „innerhalb der 2030er Jahre” fertigstellen.

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Deutschland verfolgt bundesweiten „Fusionsaktionsplan”

Im Jahr 2023 ist Proxima Fusion als Ausgründung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) an den Start gegangen. Das Jungunternehmen verfolgt einen simulationsgetriebenen Ansatz. Proxima nutzt fortschrittliche Computertechnik und Hochtemperatur-Supraleiter-Technologie (HTS), um auf den bahnbrechenden Ergebnissen des Wendelstein 7-X Stellarator-Experiments des IPP aufzubauen.

Anders als bei der Kernspaltung, bei der durch die Spaltung von Atomen Energie entsteht, versucht die Kernfusion, die Reaktion nachzubilden, die die Sonne antreibt. Sie soll Energie erzeugen, indem sie Atomkerne dazu zwingt, sich in einem überhitzten Plasma zu verbinden. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte vor seiner Wahl, dass er den Bau des weltweit ersten kommerziellen Fusionsreaktors in Deutschland anstrebe.

Berlin hat in einem bundesweiten „Fusionsaktionsplan” seine Unterstützung für diesen Sektor zugesagt. Der Plan sieht Investitionen in Höhe von mehr als 2 Milliarden Euro bis 2029 vor. Darin enthalten ist ein Budget von 755 Millionen Euro, das zur Stärkung der Entwicklung einer deutschen Fusionsindustrie und zur Unterstützung des Baus einer Pilotanlage vorgesehen ist. Bayern hat sich zusammen mit dem Bundesland Hessen als einer der enthusiastischsten Befürworter der Fusionstechnologie herausgestellt.

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