Forschung

Über 90 Prozent des Planktons in unseren Meeren könnten bereits verschwunden sein

© Unsplash
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Die nächste Hiobsbotschaft aus den Weltmeeren: Wissenschaftler haben einen katastrophalen Verlust an Leben in unseren Ozeanen entdeckt. Das Plankton, die winzigen Organismen, die gewissermaßen das Leben in unseren Meeren erhalten, könnten einem Forscherteam aus Edinburgh zufolge bereits fast ausgerottet sein. Das Team hat zwei Jahre lang Wasserproben aus dem Atlantik gesammelt, berichtet die Sunday Post.

Katastrophale Auswirkungen für die Meere

Die Forschungsergebnisse machen die chemische Verschmutzung durch Kunststoffe, Düngemittel aus der Landwirtschaft und Arzneimittel im Wasser für das Sterben des Planktons verantwortlich. Bisher ging man davon aus, dass sich die Menge des Planktons seit den 1940er-Jahren halbiert hat, doch die neuen Beweise dürften vielmehr darauf hindeuten, dass inzwischen 90 Prozent verschwunden sind. Für die Meere hat das katastrophale Auswirkungen: Fische, Wale und Delfine könnten aussterben, wenn alle Folgen des Plankton-Verschwindens sichtbar werden. Letztlich wären auch die Menschen betroffen: „Es bahnt sich eine Umweltkatastrophe an. Wir glauben, dass sich die Menschheit an die globale Erwärmung und extreme Wetterveränderungen anpassen könnte. Wir sind aber der Ansicht, dass die Menschheit das Aussterben der meisten Meerespflanzen und -tiere nicht überleben wird.“

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Maßnahmen gefordert

Bis das passieren könnte, sollen „nur noch wenige Jahre verbleiben“, heißt es etwas ungenau weiter. Zudem werden die Rufe nach dringenden Maßnahmen lauter, bisherige Versprechungen hätten „nur wenig gebracht“. Die Zeit drängt entsprechend, heißt es auch von Greenpeace: „Unsere Ozeane können unsere Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel sein, aber wir dürfen einfach keine Zeit verlieren“.

Für die Forschung wurden Proben aus dem Atlantik und der Karibik gesammelt. Von Schottland aus segelte das Forscherteam entlang der französischen und portugiesischen Küste, bevor es den Atlantik überquerte. Auch andere Schiffe wurden mit Überwachungsgeräten und Sensoren ausgerüstet. Letztlich wurden die Daten von 13 Schiffen und über 500 Datenpunkten zusammengeführt und ausgewertet.

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