AIT-Bilanz 2025: 141 Millionen Euro Umsatz und 685 wissenschaftliche Publikationen
Das AIT Austrian Institute of Technology hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Zuwächsen abgeschlossen. Die externen Erlöse stiegen auf 141,1 Millionen Euro, was ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Betriebsleistung erreichte 230,16 Millionen Euro, das Jahresergebnis liegt bei 3,4 Millionen Euro. Der Auftragseingang kletterte auf 105,8 Millionen Euro, der Auftragsstand wuchs auf 314,6 Millionen Euro.
AIT bewährt sich auch in Krisenzeiten
„Die Bilanz 2025 zeigt ein stabiles, leistungsfähiges und krisenfestes AIT“, kommentierte Geschäftsführer Alexander Svejkovsky am Mittwoch die Zahlen. Damit positioniert sich das Institut als gefragter Partner für Industrie und öffentliche Hand, gerade in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld.
Im Jahr 2025 hat das AIT insgesamt 15,7 Millionen Euro in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Das sind 2,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Zu den Projekten zählen das AIT H2LAB am Campus Seibersdorf für Wasserstoff- und hybride Kraftwerkstechnologien sowie ein neuer Prüfstand für Luftwärmepumpen bis 100 kW.
Außerdem baute das Institut seine Hard- und Softwareinfrastruktur für Daten und Künstliche Intelligenz gezielt aus. Der Personalstand wuchs auf 1.678 Mitarbeitende aus 57 Staaten. Mit rund 17.500 Bewerbungen im Jahr 2025 zeigt sich das AIT international stark nachgefragt.
Hohe Anzahl an Dissertationen und Patenten
Das AIT hat 2025 insgesamt 685 wissenschaftliche Publikationen mit Peer-Review veröffentlicht. Mehr als 82 Prozent der indexierten Journalpublikationen erschienen in führenden Q1-Zeitschriften. Erstmals wurde auch die Zitierwirkung systematisch erhoben. Mit einem Field-Weighted Citation Impact (FWCI) von 1,42 liegt das Institut deutlich über dem weltweiten Durchschnitt.
Die Zahl der eingereichten Patente stieg auf 38. Hinzu kommen 342 eingeladene Vorträge in Wissenschaft und Praxis sowie 238 Positionen in internationalen Standardisierungs- und Zertifizierungsgremien, davon 21 in leitender Funktion. Mit 165 Dissertierenden, rund die Hälfte aus dem internationalen Umfeld, bleibt das AIT ein attraktiver Standort für Nachwuchswissenschaftler:innen.
Institut und Industriestrategie 2035 „perfektes Match“
Strategische Schwerpunkte des AIT liegen auf der systematischen Nutzung von Daten und AI, der industriellen Transformation sowie der Entwicklung resilienter und sicherer Infrastruktursysteme in den Bereichen Energie, Mobilität und Gesundheit. Mit der Research Acceleration Platform beschleunigt das Institut Forschungs- und Engineeringprozesse und verkürzt Innovationszyklen.
„Europa wird den Wettbewerb um Schlüsseltechnologien nicht mit einzelnen Innovationen gewinnen, sondern mit der Fähigkeit, komplexe Systeme zu beherrschen“, erklärt Scientific Director Andreas Kugi. Dazu zählen auch Lösungen für Cybersecurity und vertrauenswürdige Kommunikation, einschließlich neuer Ansätze in der Quantenkommunikation für sicherheitskritische Anwendungen.
Aufsichtsratsvorsitzender Peter Schwab sieht das AIT als perfekten Partner für die österreichische Industriestrategie 2035: „AIT und Industriestrategie 2035 sind ein perfektes Match. Denn eine erfolgreiche Industriestrategie braucht starke angewandte Forschung – und genau hier liegt die Stärke des AIT: Es bringt Forschung, Industrie und öffentliche Hand zusammen und übersetzt technologische Exzellenz in Wettbewerbsfähigkeit.“
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Stabile Grundlage für kommende Jahre
Geschäftsführerin Brigitte Bach betont die Rolle angewandter Forschung in einem herausfordernden Umfeld: „Forschung ist eine notwendige Zukunftsinvestition. Gerade in einem Umfeld, in dem Europa seine Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologische Souveränität stärken muss, braucht es Einrichtungen, die wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Umsetzung verbinden.“
Mit dem soliden Auftragsstand von 314,6 Millionen Euro verfügt das AIT über eine stabile Grundlage für die weitere Umsetzung der Strategie- und Leistungsvereinbarungsperiode 2024-2026 sowie für die Vorbereitung auf die nächste Periode 2027-2029.


