Nachhaltig Geld anlegen

Green Banking: Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen gibt deutliches Plus bekannt

Das Umweltcenter verzeichnete 2021 ein Plus von 41 Prozent ©Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen
Das Umweltcenter verzeichnete 2021 ein Plus von 41 Prozent ©Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen

Ist die Zahl der Mitbewerbenden noch verhältnismäßig gering, kann das ein Vorteil für die bereits vorhandenen sein – der Eindruck ergibt sich zumindest bei der Raiffeisenbank Gunskirchen, welche mit dem Umweltcenter eine „Bank in der Bank“ betreibt. Wie die eigenständige Genossenschaftsbank aktuell bekannt gibt, konnten sie 2021 ein Plus von 10,8 Prozent beim Geschäftsvolumen erreichen. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Gesamtwachstum hatte das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen, welches sich auf Green Banking fokussiert.

Mehr als eine Mrd. Geschäftsvolumen

Den eigenen Angaben zufolge erzielte die Raiffeisenbank Gunskirchen 2021 ein Plus beim Geschäftsvolumen von über 100 Mio. Euro auf nunmehr 1,114 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme beträgt 2021 558 Millionen Euro, welche laut den eigenen Angaben so auch einen Anstieg von neun Prozent verzeichnet.

Der Fokus auf eine Steigerung der Ausleihungen brachte eine Ertragsoptimierung beim Betriebsergebnis von 4 auf 5,1 Mio. Euro oder 0,95 Prozent der Bilanzsumme ein, so das Unternehmen.

Green Banking: Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen verzeichnet sattes Plus 2020

Umweltcenter trägt deutlich zum Wachstum bei

Ein Plus von 41 Prozent gibt das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen bekannt. Damit hätte sich das Geschäftsvolumen auf 142 Millionen Euro gesteigert. An dem Gesamtwachstum der Raiffeisenbank Gunskirchen hätten sie so einen Anteil von 40 Prozent.

Das Umweltcenter bietet Kund:innen unteranderem die Möglichkeit, dass Geld auf einem Umwelt-Girokonto oder Umwelt-Sparbuch anzulegen, oder in nachhaltige Finanzanlagen zu investieren. Außerdem versprechen sie ausschließlich ökologisch und sozial sinnvolle Projekte zu finanzieren. Bei der Auswahl dieser Projekte verlässt sich das Umweltcenter den eigenen Angaben nach auf einen Rat bestehend aus fünf Klima- und Umweltexpert:innen aus Österreich.

Green Finance Check: Sechs grüne Banken im Vergleich

„Das Thema nachhaltige Geldanlagen und Green Banking wird, getrieben von den gesellschaftlichen Veränderungen durch Corona, dem spürbarer werdenden Klimawandel und generell mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit, bei unseren Kund:innen jeden Tag wichtiger“, so die Leiterin des Umweltcenters, Kristina Haselgrübler. Laut den eigenen Angaben ist aktuell ein Kreditvolumen von 61,75 Millionen Euro in 172 verschiedenen Projekte aus den Bereichen Photovoltaik, ökologisches Bauen, Biomasse, Recycling, Windkraft, innovative Ideen, biologische Landwirtschaft, E-Mobilität und Soziales veranlagt.

Somit hat sich das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen, welches als „Bank in der Bank“ funktioniert, im Vergleich zu dem letzten Jahr noch einmal deutlich steigern können. In der Jahresbilanz von 2020 gab das Unternehmen im Vergleich zu 20219 ein Plus von 28 Prozent bekannt. Das Geschäftsvolumen des Umweltcenters stieg 2020 von 75 Mio. Euro in 2019 auf 105 Mio. Euro 2020 und macht damit mehr als ein Drittel des gesamten Wachstums der Bank aus.

Wenige Banken richten Kerngeschäft nachhaltig aus

Die Raiffeisen Gunskirchen ist zudem auch Mitglied in der Green Finance Alliance, einer Initiative des Klimaschutzministeriums. Damit verpflichten sie sich das Kerngeschäft bis 2040 klimaneutral zu gestalten und die Klimaziele mit konkreten Maßnahmen in bestehende und neue Prozesse zu integrieren.

Neun Finanzunternehmen aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Pensionskassen und Vorsorgekassen sind zum Start der Initiative Teil der Allianz. Finanzunternehmen, welche heute schon ihr gesamtes Kerngeschäft nachhaltig ausrichten, sind in Österreich aber noch selten. Auch wenn inzwischen einige Banken spezielle „Green“- oder „Umweltkonten“ anbieten, ist das Feld der rein ökologisch und sozial nachhaltig orientierten Finanzinstitute in Österreich noch ziemlich leer. Ein wenig weiter geschaut, haben sich im D-A-CH-Raum aber nun doch schon einige etabliert, wir berichten.

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Mehr nachhaltige Investments benötigt

Die Bedeutung von nachhaltigen Investments ist bisher sicher noch eine der unbekanntesten. Laut dem zuletzt veröffentlichen Teilreport des sechsten IPCC-Sachstandsberichtes liegen die globalen  Finanzströme um das Drei- bis Sechsfache unter dem Niveau, das bis 2030 erforderlich sei, um die Erderhitzung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Die Forschenden machten aber auch deutlich, dass weltweit genügend Kapital und Liquidität vorhanden wären, um diese Investitionslücken zu schließen. Die Forschenden sehen darin insbesondere die globalen Regierungen gefordert.

Aber tätig werden kann jede:r in diesem Bereich. Alleins schon, durch die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen im Finanzsektor, welche dann nicht nur einzelne Konten betreffen, sondern das Kerngeschäft der Unternehmen.

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