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VanMoof: Das „Tesla der E-Bikes“ holt 108 Millionen Euro an Bord

VanMoof-Mitgründer Ties Carlier. © VanMoof
VanMoof-Mitgründer Ties Carlier. © VanMoof

2009 von den niederländischen Brüdern Taco und Ties Carlier gegründet, hat sich die E-Bike-Firma nun zu einer der größten Fahrradmarken der Welt aufgeschwungen. Mit einem frischen Investment von 108,5 Millionen Euro (128 Mio. Dollar) ist VanMoof eigenen Angaben zufolge nun die best gefundete E-Bike-Firma der Welt, mit der Ambition sich viele Marktanteile vom wachsenden Markt für Elektrofahrräder zu sichern.

Die Investoren, die auf Van Moof setzen, sind die Investmentgesellschaft Hillhouse Investment aus Asien, der ehemalige Booking.com-CEO Gillian Tans, sowie die bestehenden Investoren Norwest Venture Partners, Felix Capital, Balderton Capital, und TriplePoint Capital. Insgesamt hat VanMoof nun in weniger als zwei Jahren 154 Millionen Euro Risikokapital aufgenommen, mit seinen Shops und Service-Stationen von 8 auf 50 weltweit gewachsen und konnte die Verkäufe 2020 verdreifachen. Viele Beobachter nennen VanMoof gerne das „Tesla der E-Bikes“.

© VanMoof

10 Mio. Fahrräder in den nächsten 5 Jahren

Da keine Details zur Bewertung des Unternehmens gegeben werden, ist davon auszugehen, dass der Unicorn-Status noch ein Stück weit weg entfernt ist. Das Potenzial aber ist da. Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach E-Bikes zusätzlich angekurbelt, 2028 soll der Markt auf weltweit 48 Milliarden Dollar wachsen. Das wäre eine Verdoppelung gegenüber 2020. Und VanMoof wächst mit einer starken Brand überproportional stark in diesem Markt.

„Wir erfinden, gestalten und überarbeiten jede Komponente des Fahrrads neu. Das hat es noch nie gegeben und wird die Art und Weise, wie ein Fahrrad hergestellt, verkauft und gewartet wird, für immer verändern. Es wird uns dabei helfen, in den nächsten fünf Jahren 10 Millionen Menschen auf unsere Fahrräder zu bringen, und unsere Investoren haben Anteil an unserer Vision einer intelligenteren und saubereren Mobilität der Zukunft“, so CEO Taco Carlier in einer Aussendung.

Vertikale Integration der Produktion

Bei Konsumenten punktet VanMoof, das doch etwa 2.200 Euro pro Fahrrad verlangt, mit einer Reihe an technischen Finessen wie automatischer Gangschaltung, GPS-Tracking, Diebstahlschutz oder integriertem Alarm. Produktionsseitig ist das Besondere, dass das niederländische Unternehmen die komplette Produktion und Lieferkette kontrolliert und nicht einfach nur Bauteile zukauft und zusammenkauft. Das hebt es den Investoren zufolge von anderen E-Bike-Firmen ab, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schießen.

„Taco, Ties und das Team von VanMoof haben eine beispiellose Produktorientierung genutzt, um eine Bewegung zu inspirieren. Dieser Fokus hat es ihnen ermöglicht, eine einzigartige „Back-to-Front“-Plattform aufzubauen, die von Taipeh bis Amsterdam reicht und das hochwertigste und am besten zugängliche E-Bike der Welt herstellt. Da sich die globale Erwärmung beschleunigt und COVID-19 anhält, war die Umgestaltung der urbanen Mobilität noch nie so dringlich wie heute, sowohl für die Städte, die wir unser Zuhause nennen, als auch für den Planeten im weiteren Sinne“, heißt es seitens Investor Balderton.

VanMoof-Mitgründer Taco Carlier. © VanMoof
VanMoof-Mitgründer Taco Carlier. © VanMoof

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