25 Millionen für Batteriespeicher: Bayern Kapital steigt bei encosa ein
Das Münchner Startup encosa hat sich 25 Millionen Euro gesichert. Bayern Kapital beteiligt sich mit dem Innovationsfonds II erstmals an dem 2024 gegründeten Startup, das Batteriespeicherlösungen für den Mittelstand anbietet.
encosa bietet Komplettlösung für Batteriespeicher
Hohe Energiekosten belasten mittelständische Unternehmen massiv. Batteriespeicher versprechen Abhilfe. Sie optimieren den Strombezug und generieren durch Rückspeisung zusätzliche Einnahmen. Die Implementierung scheitert jedoch oft an Komplexität: Expertise, Kapital, Projektmanagement und regulatorische Hürden schrecken ab. Genau hier setzt encosa („Energy Cost Savings“) an und bietet energieintensiven Branchen wie Chemie, Glas oder Maschinenbau eine wirtschaftliche Komplettlösung.
Die Finanzierung setzt sich aus einer skalierbaren Debt Facility und Eigenkapital aus einer Seed-Runde zusammen. Lead-Investor ist Realyze Ventures. Ebenfalls mit von der Partie sind Verve Ventures, Blum Ventures, Kopa Ventures sowie die Pre-Seed-Investoren First Momentum Ventures, Redstone, Heliad, WEPA Ventures und UnternehmerTUM Funding for Innovators. Mit dem frischen Kapital will encosa seine KI-gestützte Technologieplattform ausbauen und den deutschen Markt erschließen.
encosa begleitet Kunden über den gesamten Batteriespeicher-Prozess. Dazu zählen die Auswahl der Batteriespeicherlösung, technische Planung, Koordination regulatorischer Genehmigungen, Installation, Inbetriebnahme und laufender Betrieb. Eine eigens entwickelte, KI-gestützte Software-Plattform steuert den wirtschaftlich optimalen Betrieb.
Startup will international werden
Die enocsa-Plattform kombiniert „Behind-the-Meter“ (Energiekosteneinsparungen) mit „Front-of-the-Meter“ (Vermarktung am Strommarkt). Für die Finanzierung stehen drei Modelle zur Verfügung: Kauf, Miete oder Pacht. Die Investition soll sich durchschnittlich innerhalb von 18 Monaten bis fünf Jahren amortisieren, abhängig von Verbrauchsprofil und Marktbedingungen.
„Batteriespeicher erobern zunehmend den deutschen Mittelstand. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell“, sagt Sascha Koberstaedt, Gründer und CEO der Jungfirma. „encosa macht es jedem Unternehmen einfach, von diesem Trend zu profitieren und seine Energiekosten senken – ohne Aufwand, ohne Risiko, ohne eigene Investition.“ Mit den Mitteln aus der aktuellen Finanzierungsrunde sieht sich das Startup bestens aufgestellt, den deutschen Markt komplett zu erschließen und sich für eine internationale Expansion zu positionieren.
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Lösung attraktiv für mittelständische Firmen
Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital, kommentiert: „encosa setzt dort an, wo die Energiewende für mittelständische Unternehmen interessant wird: bei planbaren, niedrigeren Energiekosten und höherer Versorgungssicherheit.“
Das Startup reduziere die Komplexität rund um Batteriespeicher deutlich, indem es Hardware, Finanzierung und KI-gestützte Steuerung in einer integrierten Lösung bündele. Energieintensive Unternehmen erhielten dadurch die Möglichkeit, von Marktflexibilität zu profitieren, statt volatilen Energiepreisen ausgesetzt zu sein.

