Strategische Partnerschaft

Agile Robots: Münchner Robotik-Unternehmen holt sich Google DeepMind als KI-Partner an Bord

© Agile Robots
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Das Münchner Robotik-Unternehmen Agile Robots hat eine strategische Forschungspartnerschaft mit Google DeepMind geschlossen. Die Kooperation bringt die Gemini Robotics Grundmodelle des KI-Forschungslabors von Google in die Hardware-Plattformen von Agile Robots. Damit reiht sich das 2018 gegründete Unternehmen in eine wachsende Liste von Robotik-Firmen ein, die auf die KI-Expertise von Google DeepMind setzen. Agile Robots hat nach eigenen Angaben bereits über 20.000 Robotiklösungen weltweit installiert und mehr als 270 Millionen Dollar von Investoren wie SoftBank Vision Fund, Xiaomi und Midas Group eingesammelt.

Anpassungsfähige Roboter

Die Partnerschaft zielt darauf ab, anpassungsfähige Roboter für industrielle Anwendungen zu entwickeln – konkret in der Elektronikindustrie, Automobilproduktion, in Rechenzentren und der Logistik. Das Konzept dahinter: Daten aus dem realen Betrieb der Roboter fließen zurück in die Gemini-Modelle und verbessern diese kontinuierlich. Verbesserte Modelle erweitern wiederum die Fähigkeiten der Roboter.

„Agile Robots hat weltweit bereits über 20.000 Robotiklösungen installiert und damit bewiesen, dass intelligente Automatisierung im großen Maßstab möglich ist“, erklärt CEO und Gründer Zhaopeng Chen. „In autonomen, intelligenten Produktionssystemen, die ganze Branchen transformieren können, liegt viel Potenzial. Durch die Integration der Gemini Robotics Modelle von Google DeepMind in unsere Robotiklösungen positionieren wir uns an der Spitze dieses rasant wachsenden Marktes.“

Agile Robots wurde von ehemaligen Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegründet, namentlich Dr. Zhaopeng Chen und Peter Meusel. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile über 2.300 Mitarbeitende weltweit und produziert an Standorten in Europa, China und Indien. Carolina Parada, Senior Director and Head of Robotics bei Google DeepMind, betont: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Agile Robots, um fortschrittlichere KI-Modelle für die nächste Generation von Robotern zu entwickeln und deren Wirkung branchenübergreifend zu verstärken. Diese Forschungspartnerschaft ist ein wichtiger Schritt, um die Wirkung von KI in die reale Welt zu übertragen.“

Robotik-Partnerschaften im Aufwind

Agile Robots ist nicht das einzige Robotik-Unternehmen, das sich Google DeepMind als Partner sichert. Anfang des Jahres gab Boston Dynamics bekannt, die Gemini-Grundmodelle für die Entwicklung seines humanoiden Roboters Atlas zu nutzen. Die zu Hyundai gehörende Firma war zwischen 2013 und 2017 selbst im Besitz von Google. Auch das deutsche Startup Neura Robotics verkündete Anfang März eine Partnerschaft – allerdings mit dem Halbleiter-Unternehmen Qualcomm, dessen neue IQ10-Prozessorserie für mobile Roboter und Humanoide als Referenzdesign dienen soll.

Der Hintergrund solcher Kooperationen: Roboter sind auf Hardware- und Software-Seite extrem komplex. Unternehmen mit spezifischen Stärken – sei es Hardware, Beweglichkeit oder Software – profitieren davon, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die eine andere Expertise mitbringen.

Von DLR-Forschung zur Industrie-KI

Agile Robots setzt auf Physical AI – ein Konzept, bei dem Roboter nicht nur digital denken, sondern physisch intelligent auf ihre Umgebung reagieren. Die Lösungen des Unternehmens kombinieren Kraft- und Sensortechnik, visuelle Wahrnehmung, KI-Modelle und die hauseigene Robotik-Software AgileCore. Das Produktportfolio umfasst industrielle Roboterarme wie Diana 7 oder die Thor-Serie, feinfühlige Greifmodule, autonome mobile Roboter (AMRs) und AGVs für innerbetriebliche Logistik.

Im Fokus steht der humanoide Assistenz- und Industrie-Roboter Agile ONE, der 2026 in Serienproduktion gehen soll und eng mit Menschen zusammenarbeiten kann. Mit der Integration der Gemini Robotics Modelle will Agile Robots seine Position in Branchen wie Automobilfertigung, Elektronikindustrie und Gesundheitssektor weiter ausbauen – und von einem skalierbaren KI-Kreislaufmodell profitieren, bei dem jeder Einsatz die Modelle verbessert und jede Verbesserung neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet.

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